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Über die Autorin:
Dr. phil. Miriam Wildenauer

I. Lebensstationen

1970: geboren in Heidenheim an der Brenz

1970–1976: Castrop-Rauxel: als Kind Gärtnerin im sehr großen Garten meiner Patentante, dann auch Besuch eines katholischen Kindergartens

1976–1989: Duisburg: Grundschule, Gymnasium, Fußball und Volleyball, Schülersprecherin, Redakteurin der Schülerzeitung, freie Mitarbeiterin der „Neuen Ruhr Zeitung“ und der Wochenzeitung „Der Weg. Evangelisches Sonntagsblatt für das Rheinland"

1989: Abitur am Mannesmann-Gymnasium in Duisburg, nur durch die bestmögliche Sportnote ein Abischnitt von 1,9, Abiturfächer: 1. Mathematik (Leistungskurs), 2. Deutsch (Leistungskurs), 3. Philosophie, 4. Geschichte

1989–1995: Heidelberg: Magisterstudium der Philosophie und Geschichte an der Universität Heidelberg, vor allem bei Prof. Hans Friedrich Fulda und Dr. Harald Pilot, anfänglich finanziert nach dem BAföG, Engagement in der Freien Fachschaft Philosophie

1991–1995: Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Im Lebenslauf aus dem Jahr 1991 für den Antrag auf Aufnahme ist u. a. Folgendes zu lesen:

„Mein Interesse an der Geschichte ist ein alter Vertrauter […] mein Oberstufenunterricht Geschichte hat mich entscheiden lassen, Geschichte auch zu studieren. Quelle dieses Interesses war und ist, meine Unfähigkeit die Ereignisse von 1933 bis 1945 so zu begreifen, daß sie mir erklärlich würden, ohne je verständlich sein zu können, zu dürfen. […] So haben sich meine Befürchtungen, Philosophie zu studieren, bestätigt. Zwar stand die Entscheidung dafür bereits seit der 11. Klasse fest, doch aus einer kleinlichen Angst, einem Sucht-Phänomen Philosophie zu erliegen, wählte ich zuerst „Mittlere und Neuere Geschichte“ zu meinem Magister-Hauptfach. Doch nach einem Semester war es unübersehbar, daß aus mir nie eine „richtige“ Historikerin werden würde – selbst mein Zugang zur Geschichte war vornehmlich philosophischer Natur. So wechselte ich zum 2. Semester auf Philosophie im Hauptfach und bereue es – trotz eingetretener Besessenheit – nicht. Mein Berufswunsch, in der Universität unterzukommen, ist Ausdruck dessen. Es ist aber durchaus denkbar, daß die nächsten Jahre, meine Neigung gesellschaftlich wirksam zu sein, wiedersehen werden, so daß dann der Beruf der Journalistin reizvoller werden würde.“

1995–1998: Berlin-Kreuzberg: Billiard, Kicker; Teilnahme an diversen Lehrveranstaltungen der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität; am lehrreichsten waren die Veranstaltungen von Prof. Walter Jaeschke

1997–2000: Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes

1998–2001: Bochum: Billiard, Kicker, Besuch von Fußballstadien, Eintritt in die SPD; Teilnahme an Lehrveranstaltungen von Prof. Walter Jaeschke an der Ruhr-Universität Bochum und am Hegel-Archiv

2000: Promotion an der Universität Heidelberg im Fach Philosophie mit einer Doktorarbeit über Hegel (Erstgutachter: Prof. Dr. em. Hans Friedrich Fulda, Note: summa cum laude)

August 2001 – August 2003: Chicago: als Emmy-Noether-Auslandsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft Gastwissenschaftlerin der University of Chicago; Teilnahme an diversen Lehrveranstaltungen der University of Chicago (Robert B. Pippin, Hilary Putnam & James Conant, Daniel Garber) und der Northwestern University, Evanston (Jürgen Habermas).

2003: Erfolgloser Antrag auf Phase II des Emmy-Noether-Programms der DFG. Das viel zu große Projekt zum Verhältnis von theoretischer und praktischer Philosophie nach dem "linguistic turn" wäre im Bewilligungsfall von Prof. Andreas Kemmerling betreut worden. Helden des Projekts wären voraussichtlich Hector-Neri Castañeda (1924–1991) und Paul Grice (1913–1988) geworden. (– Damals kannte ich Jaakko Hintikka (1929–2015) noch nicht. Schande über mich 🙂 Nach einigen Hauptseminaren seit dem WiSe 2009/2010 zu seiner Sokratischen Epistemologie, seiner Philosophie der Mathematik und seiner IF-Logik war es mir eine Freude, Hintikka nach seinem Tod im Jahr 2015 im SoSe 2016 durch mein Hauptseminar mit dem Titel „Hintikka in memoriam“ zusammen mit sehr pfiffigen Studierenden zu ehren.)

2004–2005: Vertretung der Assistentenstelle (4 SWS) Prof. Andreas Kemmerlings am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg mit hohem Verwaltungsanteil und ohne Forschungsanteil

14.7.2005: Erfolgreicher Bewerbungsvortrag auf eine Dauerstelle (Nachfolge Dr. Harald Pilot, „u.a. Logikkurse“) am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg für Menschen mit sehr guter Promotion im Fach Philosophie, zunächst befristet im Angestelltenverhältnis mit Aussicht auf unbefristete Übernahme ins Beamtenverhältnis

Oktober 2005: auf ein Jahr befristete wissenschaftliche Angestellte (4 SWS) am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg mit hohem Verwaltungsanteil und ohne Forschungsanteil

Oktober 2006: auf ein Jahr befristete wissenschaftliche Angestellte (4 SWS) am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg mit hohem Verwaltungsanteil und niedrigem Forschungsanteil

Januar 2007: Übernahme ins unbefristete Beamtenverhältnis als Akademische Rätin (4 SWS) am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg mit hohem Verwaltungsanteil und niedrigem Forschungsanteil

2010–2021: Akademische Oberrätin auf Lebenszeit mit hohem Lehr- (10 SWS) und gleichhohem Forschungsanteil nach § 52 LHG ohne Zuordnung zu einem Hochschullehrer und ohne Prüfungsbefugnis

WiSe 13/14 bis SoSe 17: Auf Wunsch einiger Studierenden, die sich selbst Wissen über Emil Julius Gumbel verschafft hatten und über es auch öffentlich informiert haben, Beginn meiner Lehrveranstaltungsreihe zu dem Heidelberger Mathematiker Gumbel, einem Gegner des Nationalsozialismus, und einigen akademischen Nationalsozialisten, seinen Feinden: 1.) Übungen im Bereich Übergreifende Kompetenzen der Philosophischen Fakultät: WiSe 13/14: „Philosophische Gegner des Nationalsozialismus und einige ihrer Feinde“; WiSe 14/15 + WiSe 15/16 + WiSe 16/17 : „Der akademische Jubelchor der »Machtergreifung«“; SoSe 17: „Die nationalsozialistische Akademie für deutsches Recht“; 2.) SoSe 17: Hauptseminar: „Heidegger als Rechtsphilosoph: Unter Hans Frank, für Hitler, gegen Hegel“).

Herbst  2017: Erste Reaktionen in internationalen Zeitungen auf meinen Fund der Mitgliederliste des Ausschusses für Rechtsphilosophie, die nach dem 17. Juli 1941 erstellt worden sein muss, da auf ihr Alfred Rosenberg als Reichsminister charakterisiert wird, und auf der neben den Hauptkriegsverbrechern Hans Frank und Alfred Rosenberg u. a. auch Martin Heidegger und Carl Schmitt genannt sind (BArch-Signatur R 61/30, fol. 171): Vgl. Sidonie Kellerer, Heidegger n'a jamais cessé de soutenir le nazisme, in: Le Monde v. 27. Oktober 2017. Vgl. ferner François Rastier, The Conversation, 1. November 2017, Heidegger, théoricien et acteur de l’extermination des juifs?

März – Mai 2019: Launch meiner Internetseite www. entnazifiziert.com und erste Betaversionen des ersten Teils „Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie“ meines mehrteiligen Werkes über den akademischen Nationalsozialismus.

November 2019: Lob von Prof. Dr. jur. Werner Schubert (* 1936), in meiner hier im März 2019 veröffentlichten Beta-Version von Teil I werde der Ausschuss für Rechtsphilosophie „umfassend erschlossen“ (Werner Schubert (Hg).: „Weitere Nachträge (1934–1939): Ausschüsse für Rechtsphilosophie, [...]“, Frankfurt am Main: Peter Lang 2019, S. 18 (Band XXIII der Reihe „Akademie für Deutsches Recht (1933–1945). Protokolle der Ausschüsse“)

Ab 1. November 2020: Auf eigenen Antrag Beurlaubung unter Fortfall der Dienstbezüge bis zum 31.8.2022

15. August 2021: Wirksamwerden meines Antrags vom 14.7.21 auf Selbstentlassung aus dem Beamtenverhältnis

≥ 2021 ff.: unabhängige und selbstständige Wissenschaftsautorin

II. Veröffentlichungen (Auswahl)

2003: Aufsatz in den Hegel-Studien Band 38 (S. 83–104) mit dem Titel „The epistemic role of intuitions and their forms in Hegel’s philosophy

2004: Erscheinen meiner leicht überarbeiteten Doktorarbeit mit dem deutlich entschlackten Titel „Epistemologie freien Denkens: die logische Idee in Hegels Philosophie des endlichen Geistes“ als Beiheft 47 der Hegel-Studien unter der Herausgeberschaft von Walter Jaeschke und Ludwig Siep – seit 2019 vergriffen, alle Rechte am Text wieder bei mir als Autorin

2012: Aufsatz „Sozio-ökonomische Grundrechte und politische Partizipationsrechte in Hegels Rechtsphilosophie“ in der Zeitschrift für Menschenrechte, Seiten 116–131.

2015: Aufsatz „Wie neue Kommunikationstechnologien zur Verwirklichung von Kants Idee öffentlichen Rechts beitragen können“ in den Kant-Studien (Band 106), S. 461–486

März 2019: Erste Beta-Version des Textes „Der akademische Nationalsozialismus | Teil I: Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie“ erscheint auf meiner Internetseite www.entnazifiziert.com.