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27.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag unter ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl) ergänzt:

32. Wildenauer, Miriam (2024c): PDF Icon zu Wildenauer, Miriam (2000b)Wie neue Kommunikationstechnologien zur Verwirklichung von Kants Idee öffentlichen Rechts beitragen können.‹ Preprint vom 5. August 2013, leicht überarbeitet im Februar 2024 und hier veröffentlicht am 27. Februar 2024

26.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag unter ›1. Lebensstationen‹ ergänzt:

2013–2017: Beginn und Ende meines Lehrveranstaltungszyklus zur Aufklärung über akademische Beteiligungen an der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten

zum Format: ›Übungen im Bereich Übergreifende Kompetenzen‹ der Philosophischen Fakultät. Dass Durchführen solcher Übungen war ausdrücklich in meiner Dienstaufgabenbeschreibung angegeben worden. Die Ergebnisse der Modulprüfung gingen nicht in die Endnote der Studiengänge ein. Das Bestehen oder Nichtbestehen war nur eine Zulassungsvoraussetzung zum erfolgreichen Absolvieren der Studiengänge. Insofern waren diese Lehrveranstaltungen rechtlich angemessene Nachfolger meiner Lehrveranstaltungen als Mittelbaulerin in den alten Magister- und Lehramtsstudiengängen. Der Bereich ›Übergreifende Kompetenzen‹ der Philosophischen Fakultät war so etwas wie das Feigenblatt für die fehlende Berufsvorbereitung in den modularisierten Studiengängen des Philosophischen Seminars. Zur Unterscheidung des Philosophischen Seminars von der Philosophischen Fakultät: Das Seminar hat 4 Professuren, die Fakultät etwas über 40. Als erstmalig die modularisierten Studiengänge konzipiert wurden, vertrat die Mehrheit der Professuren Lehrbereiche mit wenigen Studierenden. Diese Stimmmehrheit wurde genutzt, um möglichst klein-teilige Module zu basteln. Der Gesetzgeber hatte vorgegeben, dass ein Modul ein Etwas ist, das aus mindestens einer Lehrveranstaltung und einer Prüfung besteht. Hat man viele ›Lehrpersonen‹, aber kaum Studierende, empfiehlt es sich mit Blick auf den Zweck der Personalerhaltung, möglichst klein-teilige Module zu basteln. Hat man hingegen für viele Studierende wenige prüfungsbefugte ›Lehrpersonen‹ empfiehlt es sich umgekehrt, die Anzahl der Prüfungen zu minimieren, indem man ein Modul aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen lässt. Das ist eine von zwei großen Stellschrauben. Die andere große Stellschraube ist die Vor- und Nachbereitungszeit, die den Studierenden für eine Lehrveranstaltungen in der Modulbeschreibung gegeben wird. Hat ein Studiengang fast keine Studierenden, empfiehlt es sich, diesen fast keine lehrpersonenlose Vor- und Nachbereitungszeit zu geben. Hat der Studiengang viele Studierende, empfiehlt es sich, den Studierenden möglichst viel lehrpersonenlose Vor- und Nachbereitungszeit zu geben. Tatsächlich sollte aber natürlich der Zweck der Personalerhaltung oder -erweiterung nicht der dominante Zweck im Konzipieren von Modulen und Prüfungsordnungen sein. Dominant sollte der Zweck sein, dass die Studierenden ihre Lernziele erreichen. Eine weitere Vorgabe des Gesetzgebers war, dass die Studiengänge berufsqualifizierende sein sollten.

Die Titel der ÜK-Übungen: Die Aufeinanderfolge der Titel deutet meinen Erkenntnisfortschritt an. Anfänglich hielt ich noch das für wahr, was normalerweise für wahr gehalten wurde: Es gab Akademiker, die anfänglich für die Nazis gewesen seien. Spätestens im Sommer 2017 wusste ich und unterrichte ich, dass mehr der Fall gewesen war:

WiSe 2013/14: Philosophische Gegner des Nationalsozialismus und einige ihrer Feinde

WiSe 2014/2015: Der akademische Jubelchor der »Machtergreifung«

WiSe 2015/2016: Der akademische Jubelchor der »Machtergreifung«

WiSe 2016/2017: Der akademische Jubelchor der »Machtergreifung«

SoSe 2017: Die nationalsozialistische ›Akademie für Deutsches Recht‹

Im SoSe 2017 unterrichtete ich zusätzlich folgendes Hauptseminar, dessen Veranstalter das Philosophische Seminar war:

SoSe 2017: Heidegger als Rechtsphilosoph: Unter Hans Frank, für Hitler, gegen Hegel

In diesen beiden Lehrveranstaltungen des SoSe 2017 präsentierte ich im Mai 2017 die Mitgliederliste des Ausschusses für Rechtsphilosophie einschließlich meiner Erkenntnis, dass diese Liste frühestens im Sommer 1941 erstellt worden sein kann, da auf ihr Alfred Rosenberg als Reichsminister beschrieben wird und Alfred Rosenberg erstmalig im Sommer 1941 Reichsminister geworden war. — Gleichzeitig begann ich mit Versuchen, diese Erkenntnis einem größerem Publikum schnell zugänglich zu machen.  — Ich war nicht überrascht, dass diese beiden Lehrveranstaltungen meine beiden letzten Lehrveranstaltungen waren, die der Aufklärung über akademische Beteiligungen an der »Machtergreifung« und dem »Machtergreifung« der Nationalsozialisten bis weit in den Zweiten Krieg hinein dienten:

1.) Im Dezember 2016 hatte ich mich auf eine universitätsinterne Beförderungsstelle nach A15 beworben. Auf die Ausschreibung war ich durch ein Rektoratsmitglied aufmerksam gemacht worden. Für solche Beförderungen ist die Befähigung und der Wille zu anspruchsvolleren Dienstaufgaben nötig. In der Ausschreibung waren mehrere Beschreibungen für solche anspruchsvolleren Tätigkeiten vorgegeben worden. Ich wählte die Beschreibung: ›Herausgehobene und anspruchsvolle Lehre z. B. mit dezidiert interdisziplinärer Fragestellung und/oder unter Einbeziehung innovativer Lehrkonzepte‹. Meine Bewerbungsunterlagen  bestanden aus einem sechs-seitigen Bewerbungsschreiben und 100 Seiten Anlagen, in denen ich auch Evaluationen meiner Lehrveranstaltungen aufnahm, die unter die Beschreibung ›Interdisziplinarität‹ fallen. Eine um die Anlage 2 gekürzte PDF-Version meiner Bewerbungsunterlagen kann durch Anklicken heruntergeladen werden. Auf den Seiten 65 bis 66 dieses PDF findet sich übrigens eine Kopie meiner Dienstaufgabenbeschreibung, die vom Juli 2010 bis zu meiner Selbstentlassung im Sommer 2021 wirksam war. Auf den ersten sechs Seiten erklärte ich, weshalb mir durch diese DAB nicht die Prüfungsbefugnis nach LHG § 52 übertragen war. Ein selbständiges Durchführen von Prüfungen umfasst trivialerweise weder ein selbständiges Konzipieren noch ein selbständiges Bewerten von Prüfungen.

Am 20. April 2017 teilte auf meine Anfrage zum Stand des Bewerbungsverfahren die stellvertretende Kanzlerin mit, dass sie noch nicht mitteilen könne, ›bis wann das Verfahren entschieden sein wird‹. Als Grund wurde angegeben, dass ›für einen großen Teil der Beförderungen nach A 15 die Bewilligung des Finanzministeriums‹ nötig sei. Das war insofern irritierend, da in der Regel vor Ausschreibung von universitätsinternen Beförderungsstellen deren Anzahl bereits im Stellenplan der Gesamtuniversität bestimmt ist. Ich erklärte mir das so, dass spätestens durch dieses Bewerbungsverfahren dem Finanzministerium Baden-Württembergs aufgefallen war, dass die Vorgabe der Landesregierung bei der Neueinrichtung der modularisierten Studiengänge, die Gesamtpersonalkosten nicht zu erhöhen, rechtlich nicht korrekt verwirklicht worden war, da faktisch Prüfungsaufgaben ohne Prüfungsbefugnisse erfüllt wurden.  Am 16. Mai 2017 erhielten die Bewerber*innen eine ›kurze Zwischennachricht‹. Mitte Juni 2017 werde es eine Sitzung über die ›Bewerbersituation‹ im Rektorat geben.

2.) Am 5. und 10 Juli 2017 wurde ich von meinen direkten Dienstvorgesetzten darüber informiert, dass eine ›Dienstvereinbarungfür die Zeit bis einschließlich des Wintersemester 2019/2020 mit mir getroffen worden sei. Durch sie wurde u. a. das Halten von Übungen im Bereich Übergreifenden Kompetenzen ausgeschlossen. Es gab mit dieser »Dienstvereinbarung« aber keine Anpassung meiner Dienstaufgabenbeschreibung. Nachwievor war mir die Prüfungsbefugnis nach LHG § 52 nicht übertragen worden. Stärker als zuvor wurde ich verpflichtet, durch selbständig konzipierte Modulprüfungen die Endnote der Bachelorstudierenden mitzubestimmen. Dokumentator der »Dienstvereinbarung« war Professor Peter McLaughlin. Nach meinem Verständnis durfte der Inhalt der Vereinbarung aber nur unter Zustimmung des Direktoriums des Philosophischen Seminars und unter Zustimmung des Dekanats der Philosophischen Fakultät erfolgt sein, da deren Rechte an mir für mehrere Jahre durch die ›Vereinbarung‹ betroffen waren. Eine noch längere Laufzeit wäre nach meiner Rechtsauffassung eindeutigst nicht im Rahmen einer bloßen ›Dienstvereinbarung‹ ohne Anpassung auch meiner Dienstaufgabenbeschreibung erlaubt gewesen, die es mir ja zur Aufgabe machte, Übungen im Bereich übergreifende Kompetenzen anzubieten und abzuhalten. Im Sommersemester 2020 teilte mir Professor McLaughlin aber mit, dass die Dienstvereinbarung aus dem Juli 2017 dauerhaft gelten solle. Auch das war ein Grund für mein Erwägen einer Selbstentlassung bereits im Sommer 2020.
— Die Hektik und Bestimmtheit, mit der Professor McLaughlin mir die »Dienstvereinbarung« verkündete, deutete ich übrigens so, dass ohne mein Wissen einige Zeit vorher in einem neuen Struktur- und Entwicklungsplan (SEP) des Philosophischen Seminars anderes über mich bis hin zu den Landesministerien bestimmt worden war als ich durch meine Bewerbung auf die Beförderungsstelle als meinen Willen bis hin zu den Landesministerien kund getan hatte. SEPe musste es seit den Nuller Jahren geben. Den ersten Struktur- und Entwicklungsplan des Philosophischen Seminars hatte ich in wesentlichen Teilen verfasst. Ein neuer SEP musste mit Blick auf den anstehenden Personalwechsel auf drei der vier Professuren erstellt werden. Dass in einem SEP über eine akdemische Mitarbeiterin ohne Prüfungsbefugnis Aufgaben ohne deren Zustimmung festgelegt werden, ist sehr wahrscheinlich rechtens. Dass sie über diese Fremdbestimmung nicht einmal informiert wird, hoffentlich nicht.

3.) Mit Schreiben vom 11. Juli 2017 wurde mir durch die Personalabteilung mitgeteilt, dass meine Bewerbung für eine der ausgeschriebenen Beförderungsstellen vom Rektorat leider nicht berücksichtigt werden konnte.

Meine Vorgesetzten am Philosophischen Seminar und in der Philosophischen Fakultät hatten es erneut geschafft, mich auf dem Status einer untersten Unterbaulerin zu halten. Ich begann, mich nach beruflichen Alternativen umzusehen. Die Aufgabe über akademische Beteiligungen an der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten aufzuklären, war und ist zu wichtig, um sie hobbyweise zu erfüllen, zumal ich inzwischen wusste, dass diese Aufgabe durch Angehörige deutscher Universitäten bislang gar nicht oder unzureichend angegangen worden war.

Wirksam für die Nicht-Beförderung war auch, dass es in der Zeit absehbar um die Wiederzuweisung von drei der vier Professuren des Philosophischen Seminars ging: die Professoren Kemmerling, Koch und McLaughlin sind alle innerhalb weniger Monate der Jahre 1950 und 1951 geboren worden. Wären für mich höhere Personalkosten durch Beförderung nach A15, erzwungen durch Übertragung der Prüfungsbefugnis nach LHG § 52, angefallen, wäre es sehr wahrscheinlich der Fall gewesen, dass die Summe durch Einsparung bei den drei Professuren mit deren Mitarbeiterstellen hereingeholt hätte werden müssen. Aufgrund meines fortgeschritten Alters und dem anhaltenden Fehlen einer Prüfungsbefugnis durfte sich meine Fachvorgesetzten auch sicher sein, dass ich außerhalb Heidelbergs an Universitäten als Philosophin in Lehre und Forschung (weiterhin) nur unter ihrer ausdrücklichen Unterstützung — insbesondere an Universitäten in den USA — als Philosophin tätig werden könnte. Letzteres hätte die Ausbeute aus dem Humankapital, das ich für die war, erhöht (vgl. meine Erläuterungen zu deren ›Kinderlandverschickungsversuchen‹ 2014 nach Pittsburg und 2018 nach Chicago: In der Erscheinung ›Frau Professorin Wildenauer‹, im Wesens ›weisungsgebundene und unselbständige Mitarbeiterin ohne Prüfungsbefugnis). Ähnlich wie die Herren im Deutschland des 19. Jahrhunderts berücksichtigten sie nicht ausreichend oder übersahen gar die Option ihrer Untertanen, deren Herrschaft zu verlassen, sei’s durch Auswanderung, sei’s durch beamtenrechtliche Selbstentlassung.

25.2.2024 // Im oberen Menü habe ich für die ›Betaversion 2019‹ die Überschriften der Hauptkapitel ergänzt. Durch Anklicken gelangt man beschleunigt zujm jeweiligen Kapitel.

25.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich unter ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl)‹ das PDF zum 10. ergänzt und meinen Erläuterung um das Kursivgesetzte ein wenig ergänzt:

10. Wildenauer, Miriam (1992): PDF Icon zu Wildenauer, Miriam (2000b) Fuldas Hegel oder Die Gedanken Gottes im Weichspülgang. Erster Lesebericht von Miriam Wildenauer von Fuldas ›Spekulative Logik als ›eigentliche Metaphysik‹. Zu Hegels Verwandlung des neuzeitlichen Metaphysikverständnisses (in: Pätzold, Detlev u.a. (Hrsg.): Hegels Transformation der Metaphysik. Köln, 1991, S. 9–27), in: Knapp Daneben … aber dafür doppelt so dick. Zeitschrift der Studierenden des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg, Heft 2, Mai 1992, hrsg. von Sabine Köberle und Miriam Wildenauer, S. 69–77. (Zweiter Lesebericht von Ralf Busse von Fuldas ›Philosophisches Denken in einer spekulativen Metaphysik‹ (in: a. a. O., S. 62–82), in: Knapp Daneben, Heft 2, 1992, S. 77–88.

Die Einleitung (a. a. O., S. 67–68) und das Schlusswort mit dem Titel ›Ein Problem von Fuldas Weichspülgang‹ (a. a. O., S. 89–90) haben Ralf Busse und ich gemeinsam verfasst. Aus Tippfaulheit mag ich diese Texte nicht gesondert aufführen. Diese beiden Aufsätze Fuldas haben mich bis zum Abschluss meiner Doktorarbeit beschäftigt. Dass ich meine Magisterarbeit über Christian Wolffs Metaphysikbegriff schrieb, war eine direkte Folge, da Fulda 1991 einiges über die vorkantische Metaphysik behauptet hatte, ich ihm aber nicht zustimmen konnte.

24.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag unter ›1. Lebensstationen‹ durch das Kursivgesetzte ergänzt:

1995, Mai – 1998, August: Lebensmittelpunkt in Berlin-Kreuzberg, studierend in der Amerika-Gedenkbibliothek, gelegentliche Besuche von Lehrveranstaltungen an den Berliner Universitäten (Michael Theunissen (1932–2015), Dieter Henrich (1927–2022), Rolf-Peter Horstmann (* 1940), Walter Jaeschke (1945–2022)) und des Exils am Paul-Lincke-Ufer, finanziert u.a. als Mathematik-Nachhilfelehrerin.

Die Lehrveranstaltungen von Professor Horstmann waren so schlecht, dass ich nach einem Drittel der Sitzungen wegblieb. Zunächst besuchte ich eine Lehrveranstaltung zu Hegel. Professor Horstmann wiederholte immer wieder seine Meinung, dass Hegel nichts tauge, Nietzsche sei hingegen interessant. Als Professor Horstmann dann im Folgesemester eine Lehrveranstaltung zu Nietzsche anbot, erwartete ich nun zumindest eine Präsentation seiner Gründe, weshalb Nietzsche (heute) interessant sei. Ich wurde enttäuscht. Professor Horstmann wiederholte seine Erzählungen aus der Hegel-Lehrveranstaltungen, mit vertauschten Rollen: Nietzsche tauge nichts, Hegel sei hingegen interessant.
Ich bat Fulda um eine Erklärung dieses Theaters. Er bot Folgendes an: Rolf-Peter Michael Horstmann sei so, weil er nicht wisse, wer er sei. Er wisse nicht, wer er sei, weil er nicht wisse, wer seine Eltern seien. Er sei 1944–1945 auf der Flucht aus dem (deutschen) Osten verloren gegangen. Andere Erwachsene hätten sich seiner angenommen. Da sie nicht gewusst hätten, wie der ca. vierjährige Junge mit Vornamen hieß, gaben sie ihm mehrere Vornamen in der Hoffnung, dass darunter der richtige sei: Rolf, Peter, Michael.
Kaum glaubwürdig, diese Geschichte, nur so erzählt. Ein Vierjähriger wusste anhaltend nicht, wie er (vor einem traumatischen Erlebnis) geheißen hat?
Im Wikipedia-Artikel über Horstmann steht seit dem 9. Dezember 2014, er sei am 5. Dezember 1940 in Wernigerode geboren worden. Im Jahr 1937 wurde in Wernigerode das Lebensborn-Heim ›Harz‹ der SS gegründet. Bis 1945 wurden dort über 1.000 Kinder gezeugt und geboren. Wenn Rolf-Peter Michael Horstmann in ihm gezeugt worden sein sollte, dann war sein Erzeuger ein SS-Mann. Nach der Geburt wird er zur Adoption freigegeben und durch einen anderen, verheirateten SS-Mann adoptiert worden sein. Stimmt Fuldas Geschichte über Horstmann, dann wird dieser Adoptivvater gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im (deutschen) Osten gelebt haben. Um dem Kind seine Zukunft nicht zu verbauen, war es bei Antritt der Flucht ratsam, die Geschichte zu erfinden, die Fulda noch Mitte der 1990er Jahre über Professor Horstmann erzählte.
Diese so erweitere Geschichte über Professor Horstmanns Leben plausibilisiert besser als Fuldas Kurzgeschichte, weshalb er auf einem der prominentesten Lehrstühle des wiedervereinigten Deutschlands lehrte wie er lehrte. Die erweiterte Geschichte erklärt aber nicht, weshalb er Erstinhaber dieses Lehrstuhls wurde. Wäre sein Erzeuger im Lebensborn-Heim ›Harz‹ im Frühjahr 1940 aber ein Professor, gar ein Philosophieprofessor gewesen, dann wäre auch dafür eine plausible Erklärung gegeben.

23.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag unter ›1. Lebensstationen‹ ergänzt:

2008–2009: Prof. Dr. Tobias Rosefeldt (Konstanz) wird auf die Hegel-Professur an die Berliner Humboldt-Universität berufen.

Das fand ich so merkwürdig, dass ich mit Zusatzermittlungen zu den Hintergründen begann. Da nicht nur Hans Friedrich Fulda und Harald Pilot, sondern auch Andreas Kemmerling und Tobias Rosefeldt Dieter Henrich verehrten und Fulda nach Gadamers Tod im Jahr 2002 immer noch nicht frei seinen eigenen philosophischen Interessen folgte, hatte ich bereits 2004 oder 2005 ausgeknobelt, dass die Position des Kapitäns oder Dirigenten, die zuvor Gadamer innegehabt hatte, nun Dieter Henrich innehatte. Auffällig war, dass der Amtsinhaberwechsel zumindest anscheinend ohne Nachfolgekämpfe vollzogen wurde. Bereits in der Mitte meines Magisterstudiums, also um 1992, war mir aufgefallen, dass Dieter Henrich an philosophiegeschichtlich bedeutendem Ort und zu philosophiegeschichtlich bedeutender Zeit geboren worden war: Am 5. Januar 1927 in Marburg. 1927 erschien das Marburger Werk Heideggers ›Sein und Zeit‹. Um 1992 herum hatte ich deswegen Fulda beiläufig auf die Eltern Henrichs angesprochen. Fulda erzählte, dass der Vater von Dieter Henrich ein US-Amerikaner gewesen sei und seine Mutter Deutsche. Deswegen habe sich Dieter Henrich auch früh für die USA interessiert. Ich hatte den Eindruck gewonnen, der Vater von Henrich sei ein Soldat gewesen, der nach einigen Dienstjahren in Marburg in die USA zurückkehrte. Daran erinnerte ich mich nun wieder und fand die Geschichte inzwischen unplausibel: Weshalb sollten die USA einen Soldaten um 1927 in Marburg stationiert haben? Ich versuchte mein Glück und fragte Fulda beiläufig, weshalb Gadamer eigentlich nie seinen Sohn Dieter Henrich anerkannt habe. Deren Ähnlichkeit sei in ihrem jeweils fortgeschrittenen Alter doch gut erkennbar. Da seufzte Fulda und bestätigte ergänzend, dass die Tatsache, dass Gadamer Dieter Henrich nie als Sohn anerkannt habe, Ursache von dessen Lebenstraurigkeit sei. Er selbst wisse auch nicht, weshalb Gadamer das nie getan habe.
Diese Bestätigung machte mir nebenbei deutlicher, weshalb Fulda sowohl an Gadamer als auch an Henrich hing. Und auch, ein wenig, weshalb er Gadamer mit der Auskunft lobte, dass Gadamer es ihm erlaubt habe, Gadamer in Heidelberg zu verlassen und mit Dieter Henrich nach Berlin zu gehen.
Diese Erlaubnis-Geschichte erzählte Fulda mehrmals im Jahr 2008. Nachdem mir Prof. Rosefeldt angeboten hatte, in seinen Berufungsverhandlungen mit der Berliner Humboldt-Universität für die Professur, von der erzählt wurde, dass Hegel sie innegehabt habe, für mich eine Mittelbaustelle (für Hegel und Verwaltung) zu verlangen, begriff ich, weshalb mir Fulda die Geschichte seines Wechsels von Heidelberg nach Berlin mehrfach wiedererzählt hatte: Er hatte mich so auf die Anfrage vorbereitet und seine Auffassung, wie ich zu handeln hätte, mitgeteilt. Das Erzeugen dieser Konstellation wird aber nicht von den Professoren Rosefeldt, Horstmann, Fulda erdacht und erwollt worden sein. Das stand nur dem neuen Kapitän, dem neuen Dirigenten selbst zu: Dieter Henrich. Durch meine Ablehnung erhielt ich mir meine Feinde, die ich mir spätestens mit meinem Fortsetzungsantrag für das Emmy-Noether-Stipendium der DFG gemacht hatte. Das war mir klar. Das nahm ich in Kauf.

23.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich unter ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl)‹ folgenden Titel ergänzt und knapp kommentiert. Hier wie dort findet sich auch das PDF des Titels:

7. Wildenauer, Miriam (1989): PDF Icon zu Wildenauer, Miriam (2000b)Die wunderlicher Beichte der Hochstaplerin W. oder Die Bitte um Aufnahme in die wohlige Wärme des Wir‹, in: Kassandra-Edition (Abitur-Zeitung) der Schülerzeitung Mann-O-Mann vom 26. Mai 1989, S. 40–41.

Der Text präsentiert den Abschluss meiner ersten Forschungsphase zu Wesen, Erscheinung und Existenz des Nationalsozialismus. In der Form einer Satire skizziere ich Ausgangspunkte, die nicht nationalsozialistisch sind, und den Kern des nationalsozialistischen Zielpunkts. Im Nachtrag zitiere ich eine Stelle aus Adornos und Horkheimers ›Dialektik der Aufklärung‹, die Auslöser meiner satirischen Darstellung war.

22.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich unter ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl)‹ folgenden Titel ergänzt:

7. Wildenauer, Miriam (1991a): Metaphysische Anfangsgründe der Birnbacherschen Umweltethik oder Birnbacherscher Schopenhauerianismus, in: Knapp Daneben … aber dafür doppelt so dick. Zeitschrift der Studierenden des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg, Heft 1, Oktober 1991, hrsg. von Sabine Köberle, Kirsten Pistel, Ingo Schütze, Benita Suwelack und Miriam Wildenauer, S. 34–39.

8. Wildenauer, Miriam (1991b): Rezension zu Horst Folkers ›Die gerette Geschichte. Ein Hinweis auf W. Benjamins Begriff der Erinnerung (in: ›Mnemosyne. Formen und Funktionen der kulturellen Erinnerung‹, hrsg. von Aleida Assmann und Dietrich Harth, Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag, 1991, S. 363–377)‹, in: Knapp Daneben … aber dafür doppelt so dick. Zeitschrift der Studierenden des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg, Heft 1, Oktober 1991, hrsg. von Sabine Köberle, Kirsten Pistel, Ingo Schütze, Benita Suwelack und Miriam Wildenauer, S. 58–60.

9. Wildenauer, Miriam (1992): Fuldas Hegel oder Die Gedanken Gottes im Weichspülgang. Erster Lesebericht von Miriam Wildenauer von Fuldas ›Spekulative Logik als ›eigentliche Metaphysik‹. Zu Hegels Verwandlung des neuzeitlichen Metaphysikverständnisses (in: Pätzold, Detlev u.a. (Hrsg.): Hegels Transformation der Metaphysik. Köln, 1991, S. 9–27), in: Knapp Daneben … aber dafür doppelt so dick. Zeitschrift der Studierenden des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg, Heft 2, Mai 1992, hrsg. von Sabine Köberle und Miriam Wildenauer, S. 69–77. (Zweiter Lesebericht von Ralf Busse von Fuldas ›Philosophisches Denken in einer spekulativen Metaphysik‹ (in: a. a. O., S. 62–82), in: Knapp Daneben, Heft 2, 1992, S. 77–88.

Die Einleitung (a. a. O., S. 67–68) und das Schlusswort mit dem Titel ›Ein Problem von Fuldas Weichspülgang‹ (a. a. O., S. 89–90) haben Ralf Busse und ich gemeinsam verfasst. Aus Tippfaulheit mag ich diese Texte nicht gesondert aufführen.

22.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag durch das Kursivgesetzte ergänzt:

Wise 2004/05 bis Ende SoSe 2005: Vertretung der Prof. Andreas Kemmerling zugeordneten Assistentenstelle am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg; Dienstaufgaben: Geschäftsführende Assistentin mit 4 Semesterwochenstunden (SWS) Lehrverpflichtung, ohne Forschungsanteil.

Dass in meinem Arbeitsvertrag kein Forschungsanteil ausgewiesen war, überraschte mich sehr. Ich hatte Kemmerlings Behauptungen, dass er an meinem DFG-Forschungsprojekt fachlich sehr interessiert sei, für wahr gehalten. Hätte ich das nicht getan, hätte ich in meinem Fortsetzungsantrag Kemmerling nicht als Betreuer genannt. Da ich eine Stelle vertrat, die allein Kemmerling zugeordnet war, entschied er allein über die Gewichtung meiner Dienstaufgaben in Lehre, Forschung und Verwaltung im Rahmen des gesetzlich Erlaubten. Deswegen war seine Nicht-Gewährung eines Forschungsanteils eine überdeutliche Korrektur seiner früheren Behauptung. Kemmerling war fachlich an meinen Forschungsprojekt über Kant und die Kantianer Castaneda, Grice und Habermas nicht interessiert, nicht einmal ein wenig. Die Nicht-Gewährung eines Forschungsanteils passte auch zu seinem sonstigen Verhalten: In der regulären Wochenarbeitszeit blieb faktisch keine Zeit übrig, die ich für Forschung hätte nutzen können. Das lag auch daran, dass Kemmerling erstmalig am 1. Oktober 2004 Geschäftsführender Direktor geworden war. Nach seiner Auskunft habe es seit seiner Ankunft in Heidelberg als Professor im Jahr 1999 nicht eine Direktoriumssitzung gegeben. Nur einmal sei Professor Bubner, der irgendwie immer Geschäftsführender Direktor gewesen sei, zu ihm gekommen, um seine Meinung zu einer Frage der Geschäftsführung einzuholen. Dass Bubners Geschäftsführung suboptimal war, zeigte sich am nachdrücklichsten an der Tatsache, dass die Assistentenstelle der Professur für Wissenschaftstheorie/Wissenschaftsphilosophie, die Bubner eigentlich bei der Herabstufung von C4 auf C3 universitäts-intern verschenken wollte, immer noch auf dem Stellenplan des Philosophischen Seminars geführt wurde. Auch war im Oktober 2004 abzusehen, dass Harald Pilot zum Sommersemester 2005 aus Altersgründen in den Ruhestand wechseln würde. Deswegen musste zügig ein Wiederzuweisungsantrag beim Rektorat für die freiwerdende Stelle verfasst und eingereicht werden. Ferner war bereits eine leistungsabhängige Budgetierung wissenschaftlicher Einrichtungen an der Universität Heidelberg in Kraft gesetzt worden, von der Bubner aber anscheinend keine Kenntnis genommen hatte usw. usf.

Professor Kemmerling beließ es übrigens nicht bei der Nicht-Gewährung eines Forschungsanteils, um mir mitzuteilen, dass er an meinem Forschungsprojekt tatsächlich nicht (mehr) interessiert sei. Er erzählte auch eine Anekdote über einen Philosophen, der zu einem Kant-Kongress in New York eingeladen worden war und bei einem U-Bahn-Wechsel jemanden nach dem Weg gefragt hatte und dabei Kants Namen in der für Deutsche üblichen Weise aussprach. Der gefragte Angelsachse sei sehr ärgerlich geworden. Der Frager habe nicht gewusst, dass der deutsche Laut ›Kant‹ im Englischen ›cunt‹ geschrieben werde und eine eigene Bedeutung habe. Mein Englisch war nach den Jahren in Chicago gut genug, um zu wissen, welche Bedeutung der deutsche Laut ›Kant‹ im Englischen hat. (Es empfiehlt sich deswegen übrigens den Namen Kants gegenüber Anglophonen mit dem Laut ›Känt‹ zu bezeichnen). In den Folgejahren machte Kemmerling seine Abneigung gegen Immanuel Kant in meiner Anwesenheit immer mal wieder deutlich.

Unerklärlich blieb für mich zunächst, weshalb er das nicht frühzeitig und offen mitgeteilt hatte. Nach dem Motto: Grice hat mich nur als Philosoph der Alltagssprache interessiert. Nachdem durch Sichtung des Nachlasses erkennbar wurde, dass Grice viele Jahre an einem Projekt zur Verteidigung und Aktualisierung Kants gearbeitet habe, habe er sein Interesse an Grice verloren, da er Kant nicht möge. Bald bemerkte ich aber, dass diese Offenheit Kemmerling verbaut war, da er (aus mir unbekannten Gründen) verpflichtet war, Tobias Rosefeldt, einem Münchener Schüler Dieter Henrichs, zum Nachfolger von Prof. Dr. Rolf-Peter Horstmann (* 1940) auf der Hegel-Professur an der Berliner Humboldt-Universität zu machen. Mit der Wiedervereinigung hatte es sehr viel Aufregung unter den Fachphilosophen gegeben, wer erster Inhaber im wiedervereinigten Deutschland derjenigen Stelle werden würde, von der man halbwegs plausibel erzählen konnte, dass Hegel sie innegehabt habe. Beamtenrechtlich war es aufgrund des fortgeschrittenen Alters nicht erlaubt, Dieter Henrich, Michael Theunissen oder auch Hans Friedrich Fulda auf diese Stelle zu berufen. In den Anfangsjahren der Nuller-Jahre war dann abzusehen, dass bald die Frage zu beantworten war, wer Nachfolger Horstmanns werden würde. Es wurde Tobias Rosefeldt. Von Hegel hatte Rosefeldt aber weder zu Beginn noch zum Ende der Nuller-Jahre auch nur einen blassen Schimmer. Um ihn zum Nachfolger Horstmanns auf einer Professur für Klassische Deutsche Philosophie zu machen, musste deswegen halbwegs plausibel erzählt werden können, dass Rosefeldt einer der vielversprechendsten Kantianer unter den habilitierten Professoren sei. Rosefeldt war kurz vor seiner Berufung nach Berlin von Prof. Wolfgang Spohn (* 1950) nach Konstanz auf seine erste Professur berufen worden. Spohn wie Horstmann waren Kumpel Kemmerlings. Wäre nun Kemmerling als Verächter Kants frei bekennend aufgetreten, wären mächtigere Menschen als ich auf das fragwürdige Karriere-Karussell aufmerksam geworden. Jedenfalls wusste ich, dass irgendetwas Grundsätzliches nicht stimmte, als ich erfuhr, dass Rosefeldt Nachfolger Horstmanns werden würde. Selbstverständlich schlug ich das Angebot von Tobias Roesefeldt aus, in seinen Berufungsverhandlungen mit der Berliner Humboldt-Universität für mich eine Mittelbaustelle (für Hegel und Verwaltung) einzufordern.

Ich schlug das Angebot von Professor Rosefeldt auch aus, weil Tobias sich an dem Spiel beteiligt hatte, das im Oktober 2004 in Heidelberg begann, mir die Vorzüge Kemmerlings als Mann anzupreisen. Seine Gestalt wurde gepriesen, sein Geist. Einfach so, kontextlos, von alt, von jung. Als ich Tobias deswegen einmal ansprach, ob sich Kemmerling in mich verliebt habe, verweigerte Tobias die Antwort mit dem Hinweis, er dürfe nicht antworten, er sei mit Kemmerling befreundet. Kemmerling pries sich auch immer mal wieder selbst an. Einmal mit der Auskunft, dass er selbst nur eine Generation entfernt von einer akademikerlosen Familie sei. Das erinnerte mich an die Empfehlung von Horst Folkerts aus dem Februar 1991, ich solle einen Professorensohn heiraten, jemanden, der die Luft, die er atmet, als für sich daseiend empfinde. Kemmerling verhielt sich in der Öffentlichkeit zweifelsfrei so, als sei die Luft für ihn da. Auch war er der Sohn eines Chirurgen, der wohl auch Professor war. In einer Kemmerling-Anpreisungsphase durch Dritte wurde an mein Mitleid appelliert. Kemmerling habe mit Depressionen zu kämpfen. (Diese Anpreisung eines Philosophieprofessor durch Dritte scheint übrigens zum Standardrepertoire in der Philosophen-Gilde zwecks Versorgung ihrer Professoren-Mitglieder mit Frauen (bei Bedarf: verschiedene Frauen an verschiedenen Orten) zu gehören. In nicht wenigen Fällen hörte ich als unbeteiligte Zufallszuhörerin ähnliche Lobgesänge bis zu meiner Selbstentlassung immer wieder.) Hätte Kemmerling ernsthaft mein Ehemann werden wollen, hätte er sich selbstverständlich vorab scheiden lassen und sich auch selbst entlassen müssen, da er für einen Wechsel auf eine andere Professur bereits zu alt war.

Ich deutete das alles so, dass ich durch die Behauptung Kemmerlings in meiner Chicagoer Zeit, er sei fachlich sehr an meinem Forschungsprojekt interessiert, nach Heidelberg zurückgelockt werden sollte, das aber nicht wie eigentlich geplant gelingen durfte, da durch meinen Fortsetzungsantrag nun halb-öffentlich bekannt war, dass ich Kantianerin war, und der mich beherrschende Eliten-Klüngel Kant abstoßend fand. Trotzdem sollte ich nach Heidelberg zurückgelockt werden, aber irgendwie von Kant weg, hin zu Hegel geschubst werden. Um Kemmerling zum Mitspielen zu bewegen, musste ihm anscheinend versprochen werden, dass verschiedene Menschen ihn als Mann mir gegenüber preisen sollten. Ich glaube, das war bislang das Skurrilste, das mir je widerfuhr.

20.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrage um das Kursivgesetzte ergänzt:

2003, September – 2004, September: Rückkehr nach Duisburg zu meiner Mutter. Den diversen Uni-Leuten hatte ich mitgeteilt, dass ich maximal ein Jahr auf eine Post-Doc-Stelle innerhalb deutscher Universitäten warten würde. Danach würde ich mich dauerhaft beruflich anders orientieren. Ich hatte mich aber bereits auch auf Stellen außerhalb von Universitäten beworben, u.a. als Referentin im Referat ›Verbindung zu Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kultur und Medien‹ des Bundespräsidialamts. Am 19. Juli 2004 erhielt ich als Zwischenantwort auf meine Bewerbung die Auskunft, dass die ›Dienstpostenbesetzung‹ ›noch einige Zeit in Anspruch nehmen‹ werde. Deswegen sagte ich Professor Andreas Kemmerling zu, der mir seine Assistentenstelle zur Vertretung für ein Jahr angeboten hatte, da sein Assistent, Tobias Rosefeldt (* 1970), ein Stipendium für New York erhalten hatte. Ich bewarb mich daraufhin auf alle ausgeschriebenen Post-DocStellen für Philosophie innerhalb deutscher Universitäten, in der Regel mit meinem Forschungsprojekt ›Kants Idee der Einheit der Vernunft bei Castaneda, Grice und Habermas. Grundlegungen einer praktischen Philosophie nach der sprachphilosophischen Wende‹, so u.a. auf folgende Stellen:

a.) zunächst 50%-Stelle einer wissenschaftlichen Angestellten am Lehrstuhl für praktische Philosophie der Universität Dortmund bei Prof. Dr. Lutz Wingert (* 1958), die am 24. September 2003 in der ZEIT ausgeschrieben wurde. Am 4. März 2004 fanden Gespräche mit vier Bewerber*innen statt. Auch ich war eingeladen worden. Das Gespräch verlief sehr gut. Trotzdem entschied sich die Kommission für jemand anderen.

b.) Am 8. März 2004 teilte mir Prof. Dr. Thomas Spitzley von der Universität Duisburg mit, dass er sich für eine andere(n) Bewerber*in auf seine Mitarbeiterstelle entschieden habe.

c.) Am 20. Juli 2004 teilte mir die Berufungskommission für eine Juniorprofessur ›Angewandte Philosophie‹ der Universität Bremen mit, dass ich es nicht auf deren Vorschlagsliste geschafft hatte.

d.) Am 26. Juli 2004 teilte mir die Berufungskommission für eine Juniorprofessur ›Philosophie‹ der Universität Oldenburg mit, dass ich es nicht auf deren Vorschlagsliste geschafft hatte. Die Stelle war in der ZEIT am 9. Oktober 2003 ausgeschrieben worden.

e.) Ebenfalls am 26. Juli 2004 teilte mir die Besetzungskommission für eine Stelle ›Lehrkraft für besondere Aufgaben‹ der Universität Leipzig mit, dass meine Bewerbung nicht in die engere Wahl gekommen sei.

Zusätzlich hatte ich mich am 2. Februar 2004 auf ein Habilitationsstipendium im Lise-Meitner-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen mit demselben Projekt ›Kants Idee der Einheit der Vernunft bei Castaneda, Grice und Habermas. Grundlegungen einer praktischen Philosophie nach der sprachphilosophischen Wende‹ beworben. Wie bereits für die zweite Phase des Emmy-Noether-Programms der DFG hatten Prof. Hans Friedrich Fulda und Prof. Walter Jaeschke die Gutachten verfasst. Beide empfahlen es mit maximalem Nachdruck. Am 1. Juni 2004 erhielt ich die Absage.

Jahre später beglückwünschte mich mal einer derjenigen, die mir im Jahr 2004 eine Absage auf eine meiner Bewerbungen erteilt hatten, mit der Auskunft, dass er sich freue, dass es mit der Nachfolge von Dr. Harald Pilot geklappt habe … allerdings wurde diese Mittelbau-Stelle erst im März 2005 ausgeschrieben. Zum Zeitpunkt der Absagen des Jahres 2004 stand nicht einmal fest, dass das Rektorat den Wiederzuweisungsantrag der Pilot-Stelle genehmigen würde … oder ich mich auf diese Stelle (ohne Weiterqualifikationsoption) überhaupt bewerben würde. Anscheinend gab es hinter meinem Rücken über den Fortgang meines (Berufs-)Lebens.

19.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich ein Inhaltsverzeichnis ergänzt. Durch Anklicken der Einträge gelangt man beschleunigt zum Eintrag.

17.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Einträge ergänzt:

2013, Januar: Anlass des Wiederbeginns meiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus war ein Artikel von Ziad-Emanuel FaragEin lebbares Volbild‹ Das unsichtbare Andeken an den Heidelberger NS-Gegner Emil Gumbel (1891–1966) in der Studierendenzeitung ›Ruprecht‹ vom 13. Januar 2013 (Seite 9 von 16 Seiten des PDF). In dem Artikel wurde die Meinung der Leiterin der Rektoratsabteilung für Kommunikation und Marketing, Frau Marietta Fuhrmann-Koch, wiedergegeben, dass eine öffentlich wahrnehmbare und dauerhafte Ehrung Gumbels durch die Universität Heidelberg denkbar sei, aber nicht zentral vorgegeben werden sollte, sondern ›aus der Mitte der Universität heraus getragen werden‹ sollte. ›Mitglieder der Ruperto Carola, wie die Professoren, wissenschaftliche Mietarbeiter oder Studierende müssten hier die Initiative ergreifen. Eine weitere Würdigung ohne einen solchen Konsens würde Emil Gumbel nicht gerecht.‹ Durch die letzte Behauptung hatte Frau Fuhrmann-Koch versteckt mitgeteilt, dass es keine Würdigung geben werde, da ein Konsens (Einstimmigkeit) unerreichbar war. Ihre Zusatzbehauptung, dass nur eine Würdigung im Konsens Emil Gumbel gerecht werden könne, war und ist offenkundig abstrus.

Im Februar 2013 schrieb ich eine Email an Frau Fuhrmann-Koch, durch die ich aus der Mitte der Universität Heidelberg kommend vorschlug, dass ein zentral verwalteter Veranstaltungsraum der Universität Heidelberg, wenn möglich ein Raum, der von Gumbel selbst fürs seine Lehre genutzt worden war, in Gumbel-Saal oder ähnlich umbenannt werden solle. Ich erhielt, nicht überraschend, keine Antwort. Immerhin unterrichtete ich im folgenden Wintersemester eine Übung im Bereich übergreifende Kompetenzen der Philosophischen Fakultät mit dem Titel ›Philosophische Gegner des Nationalsozialismus und einige ihrer Feinde‹. Emil Julius Gumbel und Ernst Bloch (1885—1977) waren die philosophischen Gegnern des Nationalsozialismus.

17.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag ergänzt:

2004–2005: In dem Jahr als ich vertretungsweise auf der Assistentenstelle Kemmerlings saß, bat mich Fulda, ihm beim Umzug seiner Schwester in ein Pflegeheim in Schwaben zu helfen. Das tat ich selbstverständlich. Dabei wurde klar, dass Fulda in unserem Gespräch über Vor- und Nachteile von Eliten-Klüngel aus dem Jahr 1991 sich geirrt oder mich getäusch hatte. Er stammte nicht aus einer Familie, die sich vor 1945 von den Nazis ferngehalten hatte. Seine drei oder vier älteren Brüder seien alle bei der SS gewesen. Er sei ein Nachzügler gewesen, an dem seine Mutter besonders gehangen habe. Als wir den Umzug seiner Schwester vor Ort durchführten, lebte einer seiner älteren Brüder noch in der Nähe. Einige der persönlichen Gegenstände der Schwester brachten wir zu diesem älteren Bruder, den ich dabei auch kurz kennenlernte. Andere persönliche Gegenstände der Schwester, die nicht mit ins Pflegeheim konnten, nahm Fulda zu sich in seine Heidelberger Wohnung in der Nähe des Philosophenwegs. Als Dank für meine Hilfe schenkte er mir an diesem Tag seinen ›Lehrsessel‹, den er bei den Kolloquien für Examenskandidaten von 1992 bis 1995 in seiner Privatwohnung benutzt hatte. Bei der Übergabe teilte Fulda mir mit, dass er wegen Hämorrhoiden inzwischen nicht mehr auf diesem Stuhl sitzen könne.

Ich deutete das Ganze so, dass ich durch Beseitigung der Lügenwirkung nun meinen Widerstand gegen ein Antreten der Fulda-Bubner-Nachfolge, insbesondere auch mit Blick auf die Internationale Hegel-Vereinigung aufgeben sollte. Nun wusste ich ja, dass (nicht nur Bubner, sondern auch) mein geschätzter Lehrer Fulda aus einer Familie mit Nazis stammte. Das Kalkül ging nicht auf: Aus welcher Familie jemand kommt, war und ist für mich (nahezu) irrelevant. Relevant ist, wie sich jemand gegenüber seinen Mitmenschen, seinen Vorgesetzen, Gleichgestellten und Nachgeordneten, verhält. Fuldas Verhalten war im Großen und Ganzen in Ordnung, Bubners nicht.

Ungefähr 10 Jahre (nach dem Umzug seiner Schwester in ein Pflegeheim, waren wir an einer Straßenecke verabredet. Ich war wegen eines Trauerfalls ganz in schwarz gekleidet und in sehr guter, durchtrainierter Verfassung. Er maß mich von unten nach oben mit einer Handbewegung und lobte mich dabei als ein Muster eines SS-Mitglieds. Ich war überrascht und abgestoßen. Ich thematisierte das aber nicht weiter. Ungefähr ein Jahr zuvor war mir bereits aufgefallen, dass sein Geist schwächer geworden war. Wenn ihm etwas misslang, reagierte er nun mit Wutanfällen. Das war (mir) neu. Ich hatte ihn darauf auch aufmerksam gemacht. Er hatte mich bereits in den 1990er Jahren gebeten, ihn auf etwaige Geistesschwächen hinzuweisen. Seine Mutter sei früh an Alzheimer erkrankt. Er mache sich deswegen Sorgen um sich. Wir meinten ab 2013, dass er Mini-Schlaganfälle erlitt, da sein Geisteszustand wellenförmig abnahm. In der Szene mit dem SS-Lob entschied ich, dass man es Studierenden nun ersparen sollte, bei ähnlicher Bekleidung von Fulda so »gelobt« zu werden. Das teilte ich ihm bald darauf auch mit. Seine letzte Lehrveranstaltung war deswegen unser Hauptseminar ›Kants Kosmopolitismus — damals und heute‹ im Sommersemester 2014, das bereits angekündigt war. Ich ließ den konkreten Auslöser für das Ende unserer Serie gemeinsamer Lehrveranstaltungen anderen gegenüber unerwähnt. Anderen gegenüber erwähnte ich nur sein Alter und einhergehende Beeinträchtigungen, die auch seinen Geist beträfen. Zu meiner Erleichterung, bot er weder alleine noch mit anderen Personen erneut eine Lehrveranstaltung an.

17.2.2024 // Aus Spaß an der Freude habe ich heute mein Gedicht ›Zu Hause‹ aus dem Jahr 1988 ins Englische übersetzt, gesprochen, aufgenommen und veröffentlicht, und zwar auf der Seite ›Über mich‹ unter ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl)‹. — Today, just for the fun of it, I translated into English my poem ›At Home‹ from 1988. Then I read it, recorded my reading and published the mp3 audio on my ›About Me‹ page under ›2. Writings and readings (annotated selection)‹.

26. Wildenauer, Miriam (2024): Reading of her Poem ›At Home‹ (Wildenauer, 1988d), translated and spoken by herself on February 17, 2024.

16.2.2024 // Aus Spaß an der Freude habe ich — nach langer Pause — vorhin meine ersten Nutzungsversuche an einem Teil des Equipments fortgesetzt, das ich mir wegen der Pandemie, meines Gesundheitsschutzes und der erwarteten Bewilligung meines Antrags auf ›vorübergehenden Heimarbeit‹ gekauft hatte. Neben einer Kamera von Logitech hatte ich das hochwertiges Mikrofon MPM-1000U von Marantz und einen Pop Filter gekauft. Als Bedienungssoftware habe ich bislang allerdings nur den ›Audiorecorder‹ des Betriebssystems Windows genutzt. Trotzdem ist das Ergebnis erträglich, scheint mir zumindest. Jedenfalls habe ich die kommentierte Auswahlliste meiner Schriften umbenannt in ›2. Schriften und Lesungen (kommentierte Auswahl)‹ und ganz unten folgendes ergänzt:

25. Wildenauer, Miriam (2024): Lesung des Gedichts: ›Zu Hause‹ von Miriam Wildenauer (1988d), in Schriftform veröffentlicht in: Literatur in Duisburg. Jugend schreibt … in Duisburg. Gedichte und Geschichten. Eine Auswahl. Herausgegeben von der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg. Zusammengestellt anlässlich eines Schreibwettbewerbs des Kultur- und Veranstaltungsamtes und der Stadtbibliothek im Frühjahr 1988, S. 36

16.2.2024 // Ich habe das Zwei-Spalten-Format der Seite ›Über mich‹ durch ein Ein-Spalten-Format ersetzt.

16.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag ergänzt:

2005, 1. Oktober: Wechsel von Professor Kemmerling zur Professor Peter McLaughlin im Amt des Geschäftsführenden Direktors des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg. — Dass Professor Peter McLaughlin in den Folgejahren die Rolle des ›bad cop‹ mir gegenüber übernahm, hat eine lange Vorgeschichte. Der kleinere Kontext ist folgender: Professor Rüdiger Bubner hatte nach dem Weggang von Professor Martin Carrier (* 1955) im Jahr 1998 nach Bielefeld (es hieß, Professor Wolfgang Wieland habe Carrier aus Heidelberg weggeekelt) versucht, die C4-Professur für Wissenschaftstheorie mitsamt der Assi-Stelle universitätsintern zu verschenken. Das gelang Bubner nicht. Immerhin gelang es ihm, nach Sichtung des Bewerberfelds auf die C4-Stelle und nach den öffentlichen Bewerbungsvorträgen die Gremien davon zu überzeugen, dass keiner der Vortragenden C4-tauglich sei. Zu den Vortragenden hatte u. a. Peter McLaughlin gehört, der damals noch nicht Professor war. Das Verfahren wurde eingestellt. Die C4-Professorenstelle auf eine C3-Professorenstelle herabgestuft und neu ausgeschrieben. Peter McLaughlin bewarb sich erneut. Dieses Mal wurde er genommen. Insgesamt dauerte das alles aber so lange, dass McLaughlin nicht mehr verbeamtet werden konnte. Deswegen wurde er nur angestellt und nur in Analogie zu C3 entgeltet. Auch hatte Bubner vergessen, die Assi-Stelle tatsächlich wegzugeben. Als ich nach Heidelberg zurückkam und von dem Geschäftsführenden Direktor Kemmerling im Herbst 2004 u.a. beauftragt worden war, mich um den Haushalt des Philosophischen Seminars zu kümmern, entdeckte ich neben Altmitteln Professor Wiehls auch die Assi-Stelle von Professor Carrier. Meine Vermögensentdeckungen teilte ich selbstverständlich zügig allen Betroffenen mit. (So kam ich übrigens wieder in Kontakt mit Professor Wiehl, der sich über die DFG-Mittel sehr freute). Ich war überrascht, dass ohne ein für mich erkennbares Murren die Assistenten-Stelle, die Bubner vergessen hatte, rechtswirksam zu verschenken, ab 2005/06 Peter McLaughlin zugeordnet war. Ich war zunächst auch überrascht, dass in der Direktoriumssitzung, in der über die Wiederbesetzung der Pilot-Stelle direkt nach den Vorträgen der vier Bewerber*innen entschieden wurde, McLaughlin in den Glauben versetzt worden war, dass Bubner mich unbedingt gewollt habe. Jedenfalls erzählte mir McLaughlin selbst das so, im verärgerten Ton, unter Wahl der Formulierung, Bubner habe für mich ›wie ein Löwe gekämpft‹. Dass McLaughlin aus guten Gründen Bubner nicht mochte, war allen Beteiligten klar. Dass wegen Bubners Einsatz für mich, McLaughlin eine Abneigung gegen mich ausbilden könnte, war mir auch klar. Nicht klar war mir zunächst, dass McLaughlin offenbar als Gegenleistung für die Assistenten-Stelle mich als ›bad cop‹ in die Arme von Bubner als ›good cop‹ mitsamt der ›Internationalen Hegel-Vereinigung‹ zu treiben hatte. Ich habe aber nicht lange gebraucht, um auch das zu verstehen. Nicht wirklich begriffen habe ich, weshalb Professor McLaughlin sich nicht aus diesen Bindungen befreite. Das hat mich aber auch nicht wirklich interessiert. Der wesentliche Konflikt bestand zwischen anderen Personen. Dass dieser Konflikt zu meiner Täuschung zumindest teilweise durch einen Unbeteiligten in Erscheinung trat, durfte mir egal sein. Für das Seelenheil Professor McLaughlins, der sich zum Mittel fremder Zwecke machen ließ, war und bin ich nicht zuständig.

15.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden Eintrag ergänzt:

2020, Juni: Antrag auf Beurlaubung für 2 Jahre unter Fortfall der Dienstbezüge (und aller anderen Ansprüche), um selbst die wichtigste Fürsorgepflicht mir gegenüber zu erfüllen (Bewahrung der Gesundheit), nachdem mein Dienstvorgesetzter meinen Antrag auf Homeoffice nicht genehmigt hatte. Auch der Personalratsvertreter (ein Assistent des Rektors) meinte, dass mein Antrag auf Homeoffice nicht genehmigungspflichtig sei. Zuvor hatte ich bereits Ende März 2020 meinen damaligen Vorgesetzten, Prof. Dr. Anton Koch, auf die Gesundheitsrisken durch die Pandemie hingewiesen: Ein Unterrichten der Großveranstaltung ›Einführung in die formale Logik‹ ohne jede Teilnehmerbeschränkung, in einem absehbar zu kleinem Raum, da ich nun erstmalig die Anwesenheit der Studierenden kontrollieren sollte, sei für mich und für Studierende mit Vorerkrankungen nicht zumutbar. Prof. Koch traf eine, ich zitiere, ›Null-Entscheidung‹. Auch deswegen verfolgte ich genau die weiteren Mitteilungen des RKI. Es ordnete alle Menschen über 50 der Gruppe zu, die ein relevant erhöhtes Risiko hätten, schwer an Corona zu erkranken. Ich selbst wurde am 11. Juni 2020 50 Jahre alt. Auch war meine Schwester, die 1961 geboren worden war, im Jahr 2012 an Lungenkrebs verstorben. Ich selbst hatte seit Beginn meines Studiums bis zur Lungenkrebsdiagnose meiner Schwester im November 2011 stark geraucht. Das wussten meine Dienstvorgesetzten auch, da ich die Sterbebegleitung meiner Schwester im Oktober und November 2012 gemacht hatte. Wegen meines erhöhten Risikos, schwer an Covid zu erkranken, gar zu sterben, stellte ich erstmalig am 15. Mai einen Antrag auf Homeoffice für den Zeitraum vom 11. Juni 2020 bis zum 30. September 2020, der nicht genehmigt wurde. Ich sah deswegen nur noch eine Option, meine Gesundheit langfristig zu schützen. Ich stellte am 9. Juni 2020 einen Antrag auf Beurlaubung unter Fortfall der Dienstbezüge für 2 Jahre. Ohne jede Vergünstigung, wie etwa das Recht, die zwei Jahre am Ende meiner Dienstzeit durch Tätigbleiben nach meinem 67. Lebensjahr auszugleichen. Ich wollte so verhindern, dass auch dieser Antrag nicht genehmigt würde. Trotzdessen wurde auch mein Beurlaubungsantrag nicht zügig bewilligt. Erst nachdem ich mitgeteilt hatte, dass ich im Fall einer Nichtbewilligung meines Beurlaubungsantrages einen Antrag auf Selbstentlassung stellen würde, wurde der Beurlaubungsantrag genehmigt.

15.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich den Neueintrag von gestern ›1988, 23. Februar bis 18. September‹ über den Duisburger Literaturwettbewerb ›Jugend schreibt‹ um folgende Informationen ergänzt:

Die Broschüre ›Literatur in Duisburg. Jugend schreibt … in Duisburg. Gedichte und Geschichten. Eine Auswahl. Herausgegeben von der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg. Zusammengestellt anlässlich eines Schreibwettbewerbs des Kultur- und Veranstaltungsamtes und der Stadtbibliothek im Frühjahr 1988‹ wurde im September 1988 an die Preisträger verteilt. Sie lag viele Monate in der Hauptstelle und den Nebenstellen der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg kostenfrei aus. Wer mag findet im folgenden ein PDF mit

PDF Icon zu Wildenauer, Miriam (2000b) Auszügen aus der Broschüre ›Jugend schreibt … in Duisburg‹ der Stadtbibliothek Duisburg einschliesslich meiner drei Gedichte aus dem Jahr 1988.

Gisela Lehmann war begeistert. Sie ließ sich von verschiedenen Personen bestimmt mindestens ein Dutzend Exemplare der Broschüre besorgen, um sie in ihren Freundes- und Bekanntenkreisen zu verteilen, auch in ihrem fortbestehenden Kreis aus ihrer Zeit als Sekretärin Prof. Dr. Ernst Forsthoffs in Heidelberg. Noch viele Jahre später wurde ich immer mal wieder in Heidelberg durch eine Ansprache eines Kaum-Bekannten oder Unbekannten verwirrt, dass mein Vermieter tot sei. Meines Wissens starb zu meinem Heidelberger Zeiten als Wohnungsmieterin keiner meiner Vermieter. Bezugsziel der Ansprache war die Zeile ›Der Vermieter ist tot!‹ in meinem Gedicht ›Zu Hause‹, die eine Variation des Ausrufs ›Gott ist tot‹ des ›tollen Menschen‹ in Nietzsches ›Die fröhliche Wissenschaft‹ (1882, 2. Auflage 1872) ist. Zu den Kaum-Bekannten gehörte später auch einmal Hans-Georg Gadamer (1900–2002) auf dem Marsiliusplatz, als ich berechenbar auf den gehbehinderten Dozenten Dr. Harald Pilot (1940–2018) wartete, um diesem aus seinem PKW bis zum Unterrichtsraum zu helfen. Gadamer wird mein Gedicht ›Zu Hause‹ als Ausdruck des Substanzwerts ›Idealismus‹ von Hans Frank (1900–1946), mein Gedicht ›Erwachsen-Sein‹ als Ausdruck des Frank’schen Substanzwerts ›Persönlichkeit‹ und mein Gedicht ›Stein im Strom‹ als Ausdruck der Substanzwerte ›Schicksalswilligkeit‹ oder ›Opferbereitschaft‹ gedeutet haben. Als Textauslegungen mag das angehen. Als Auslegung meiner Persönlichkeit, meines Charakters nicht. Texte, auch Gedichte, junger Menschen sind vor allem Stilübungen, insbesondere dann, wenn sie formal schon ganz gut gelungen sind. In meinem Fall war das jedenfalls so. Je nach dem, was ich so gerade in meiner Freizeit in den Jahren 1987 bis 1992 las, wirkte sich zeitnah in Gedichtskizzen aus, die ich dann ein paar Tage lang überarbeitete. Mit zunehmendem Alter schwand diese unmittelbare Wirkung von Gelesenem auf mich. Ich bedauerte das nicht. Im Gegenteil Dichterin wollte ich nie werden. Die späteren Ansprachen auf meine Gedichte waren mir peinlich. Auch weil sie zu solchen Falschdeutungen meiner Personen führen konnten.

15.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich mein Schriftenverzeichnis um die drei Gedichte, die 1988 in einer Broschüre der Stadtbibliothek Duisburg veröffentlicht wurden, ergänzt. Auch wenn mir das peinlich ist, sind sie doch Teil des Wirkzusammenhangs, der mich zu meiner selbständigen und unabhängigen Arbeit über den akademischen Nationalsozialismus als Wissenschaftsautorin führte. — Wer keine PDFs herunterladen mag, findet dort jeweils einen Screeshot eines Gedichts aus der Broschüre.

4. Wildenauer, Miriam (1988d): ›Zu Hause‹, in: Literatur in Duisburg. Jugend schreibt … in Duisburg. Gedichte und Geschichten. Eine Auswahl. Herausgegeben von der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg. Zusammengestellt anlässlich eines Schreibwettbewerbs des Kultur- und Veranstaltungsamtes und der Stadtbibliothek im Frühjahr 1988, S. 36

5. Wildenauer, Miriam (1988e): ›Stein im Strom‹, in: Literatur in Duisburg. Jugend schreibt … in Duisburg. Gedichte und Geschichten. Eine Auswahl. Herausgegeben von der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg. Zusammengestellt anlässlich eines Schreibwettbewerbs des Kultur- und Veranstaltungsamtes und der Stadtbibliothek im Frühjahr 1988, S. 36

6. Wildenauer, Miriam (1988f): ›Erwachsen-Sein‹, in: Literatur in Duisburg. Jugend schreibt … in Duisburg. Gedichte und Geschichten. Eine Auswahl. Herausgegeben von der Stadtbibliothek der Stadt Duisburg. Zusammengestellt anlässlich eines Schreibwettbewerbs des Kultur- und Veranstaltungsamtes und der Stadtbibliothek im Frühjahr 1988, S. 37

15.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich in meinem Schriftenverzeichnis nun meinen nicht bewilligten Fortsetzungsantrag für die zweite Phase (Inland) des Emmy-Noether-Prorgamms der DFG vom 30. Januar 2003 zugänglich gemacht und bereits ein wenig kommentiert, nämlich so:

Ich hatte den Antrag sachlich richtig nicht für das Arbeitsgebiet ›Geschichte der Philosophie‹, sondern für das Arbeitsgebiet ›systematische Philosophie‹ der DFG gestellt. Im Vergleich zum Antrag für die erste Phase des Emmy-Noether-Programms ist Paul Grice (1913–1988) hinzugekommen. Im Jahr 2001 war sein Werk ›Aspects of Reason‹ posthum von Richard Warner bei Calrendon Press veröffentlicht worden. Die Neuentdeckung von Paul Grice für mich als einen weiteren Kantianer ermöglichte es mir, für drei systematisch spannende Weiterentwicklungen von Kants Philosophie nach der sprachphilosophischen Wende jeweils einen Vertreter diskutieren zu können. Ich zitiere aus meinem Antrag:

1.1. Spektrum vertretener Positionen:

1. Gruppe: Philosophen, die eine substantielle praktische Philosophie für möglich halten und sich in deren Grundlegungen an Einsichten Kants orientieren (Castañeda, Grice und Habermas). — Trotz dieser gemeinsamen Grundposition gibt es systematische Differenzen in dieser Gruppe:

(a) Mit Kant wird die grundsätzliche Asymmetrie zwischen theoretischem und praktischem Denken betont. Kants Überzeugung, daß sich nichtsdestotrotz nur ein und dieselbe Vernunft in beiden Arten von Denkakten verwirklicht, wird so umgesetzt, daß diese einheitliche Vernunft in beiden Bereichen unter denselben inferentiellen Regeln steht. Eine gehaltvolle Bestimmung dieser gemeinsamen Vernunft, aus der sich gegebenenfalls signifikante Folgen für die zu begründenden inhaltlichen Normen ableiten ließen, wird jedoch abgelehnt. Diese Position hat Hector-Neri Castañeda eingenommen.

(b) Im Unterschied zur ersten Position ist Kants Überzeugung zentral, daß der theoretische und praktische Vernunftgebrauch durch eine einheitlich verfaßte vernünftige Kompetenz ausgeübt wird, die über Schlußregeln hinaus inhaltlich bestimmt ist, nämlich durch ein internes Ziel ihrer Betätigung. Asymmetrien zwischen theoretischem und praktischem Vernunftgebrauch werden als sekundär angesehen. Aus dem Begriff einer prinzipiell einheitlichen Vernunft werden materielle Konsequenzen gezogen, die die Bereiche des Gebotenen, Erlaubten und Verbotenen bestimmen. Diese Position hat der späte Paul Grice vertreten.

(c) Ähnlich wie nach Position (b) sollen theoretische und praktische Vernunft über zumindest analoge inferentielle Muster hinaus eine inhaltliche Gemeinsamkeit aufweisen. Dieser inhaltliche Kern des Vernünftigen wird jedoch in einem weitaus stärkeren Sinn, als es nach Position (b) der Fall sein soll, mit Bedingungen eines gelungenen sprachlich-kommunikativen Vernunftgebrauchs identifiziert, nämlich mit Bedingungen einer auf intersubjektive Einigung orientierten Rede. Diese Position hat der mittlere Jürgen Habermas vertreten.

Nachdem mir während meiner Zeit in Chicago noch klarer geworden war, dass Hegel ein guter Kantianer gewesen war, der die Anti-Kantianer zu seinen Lebzeiten bekämpft hatte, wollte ich mich in meiner zweiten Monographie nun mit den Kantianern befassen, die Kants Philosophie unter den methodologischen Bedingungen der Gegenwart vertraten. Daraus wurde dann zu meiner Überraschung nichts.

Das überraschte mich auch, da meine Wahl von Prof. Andreas Kemmerling als Betreuer für die zweiten Phase des ENP-Programms durchs Hinzukommen von Paul Grice in mein Projekt nun zweifelsfrei sehr gut war, da Kemmerling weltweit ein führender Experte für Grice war. Auch betreute er weiterhin in Heidelberg eine Promotion über Castañeda. Ferner wollte die Deutsche Forschungsgemeinschaft durch das neue Emmy-Noether-Programm einen ›Brain Drain‹ von Nachwuchswissenschaftlerinnen weg aus Deutschland in die USA beenden. Inhaltlich hätte ich mein Projekt selbstverständlich auch in den USA fortführen können. Ich war zu wenig misstrauisch, um mich um konkrete Alternativen in den USA zu bemühen.

14.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgende Einträge zu den 1980er Jahren ergänzt:

1986 Weihnachten: Ich bekommen von den beiden Hockschen zu Weihnachten die beiden Bände der Suhrkamp-Taschenbuch-Ausgabe von Kants ›Kritik der reinen Vernunft‹ geschenkt, die ich artig in den nächsten Monaten vollständig las und gelegentlich Weniges mit rotem Buntstift hervorhob. Ich war in der 10. Klasse und wusste, dass ich ab der 11. Jahrgangsstufe u.a. Philosophie wählen durfte. Darauf wollte ich mich vorbereiten. Zumal absehbar war, dass mein Deutschlehrer aus der 5. und 6. Klasse, Horst Scholz, den Philosophie-Kurs im kommenden Schuljahr übernehmen würde. Er übernahm ihn tatsächlich. Die Kombination von Immanuel Kant und Horst Scholz ließ mich entscheiden, Philosophie später zu studieren. Zu Beginn meiner 12. Jahrgangsstufe wechselte Horst Scholz auf ein anderes Gymnasium, das näher an seinem Wohnort lag. In der Festschrift seines neuen Gymansiums aus dem Jahr 2021 ist er auf Seite 64 zu sehen. Er hat sich kaum verändert. 🙂 Das freut mich sehr!

1987, Februar + April: Im Februar 1987 lernte ich den um zwei Jahre älteren Bruder einer Schul- und Volleyballfreundin auf einer Veranstaltung der Wanheimer Bürgerinitiative gegen die Errichtung eines Zwischenlagers für Atommüll aus Atomkraftwerken in einer leerstehenden Halle von Thyssen in Duisburg-Wanheim durch die ›Gesellschaft für Nuklearservice (GNS)‹ näher kennen: Peter Beßer, später Peter Goden (* 1968). Im April wurden wir ein Liebespaar und blieben das mit — kürzeren Unterbrechungen — bis zu unseren Wegzügen an unsere Studienorte im Spätsommer 1989. Peter begann ein Studium der Musikwissenschaften in Münster, ich ein Studium der Geschichte und Philosophie in Heidelberg. Beim Kennenlernen erzählte er von den Gedichten, Liedtexten und Kurzgeschichten, die er schrieb, teilweise zusammen mit seinem besten Freund. Das beeindruckte mich sehr. Ich selbst las bereits seit längerem Gedichte. Ich log minimal, dass ich selbst auch Gedichte schriebe. Gleich am nächsten Tag schrieb ich nämlich mein erstes eigenes Gedicht. Es folgten viele weitere. Zum Glück dauerte es etwas bis es zum ersten Gedichte-Austausch kam, so dass ich bereits aus mehreren die besseren auswählen konnte. 🙂 Peter verdanke ich auch meine Freude am Jazz, die viele Jahre später (in Verbindung mit dem Film ›Blues Brothers (1980)‹) entscheidend für meine Wahl von Chicago als Ort meines Auslandsaufenthalts wurde.  Er und Frank gründeten im März 1988 eine eigene Jazz-Band ›Birds of Paradise‹. Ich gehörte zu den sieben Zuhörern ihres ersten Konzerts. 1989 gründeten sie eine andere Jazz-Band ›R. L. Madison‹, die es noch heute mit Frank Bird Steppuhn (* 1967) gibt. Auch Peter blieb Jazz-Musiker. Zusammen mit Peter und einem seiner Schulfreunde, Thomas Mielke, gaben wir 1987 zwei Ausgaben der neugegründeten Literaturzeitschrift ›Stinkefinger‹ heraus. In der lokalen Presse hatten wir um Einsendungen gebeten und auch überraschend viele, sogar von ganz anderen Orten, erhalten, so dass wir nicht nur unsere eigenen Texte veröffentlichten. Der Verkauf stellte sich aber als zeitaufwändiger als erwartet heraus, so dass wir dieses Projekt aufgaben.

1988, 4.–9. Februar: Schulpraktikum in der Lokalredation der ›Neuen Ruhr Zeitung‹ (NRZ). Wegen einer Erkältungswelle waren der Chefredakteuer, Karl Wagemann, und ich alleine in dieser Woche tätig. Meine ersten Veröffentlichungen, bei denen ich nicht selbst auch Herausgeberin war. Karl Wagemann schenkte mir zum Abschied ein Exemplar seines Buch: ›Die Stunde Null — 40 Jahre danach. Zerstörung, Demontage, Wiederaufstieg und Zukunft der Wirtschaft am Beispiel der Region Duisburg. Duisburg: Mercator-Verlag 1984.

1988, 23. Februar bis 18. September: Veröffentlichung der Pressenotiz, dass die Abteilung ›Schulkultur‹ der Stadt Duisburg und die Stadtbibliothek ›selbstgeschriebene Gedichte und Geschichten von Jugendlichen im Alter von 15 bis 21 Jahren‹ suche. Eine Jury werde die ›10 interessantesten Geschichten und die 10 interessantesten Gedicht-Einsendungen‹ auswählen und eine Auswahl der Einsendungen veröffentlichen. Als Preis für die Gewinner werde es einen Bücher-Gutschein im Wert von 30 DM geben. Einsedenschluß: 15. Mai 1998. Es gab 62 Teilnehmer am diesem Literaturwettbewerb ›Jugend schreibt … in Duisburg‹. Im Bereich Lyrik erhielt nur 7 statt 10 der Teilnehmer das angekündigte Preisgeld. Ich gehörte zu diesen 7 Gedichteschreiber*innen. Am 18. September 1988 fand die Preislverleihung mit Verlesung durch die Preisträger*innen im Steinbart-Gymnasium statt. Von den 30 DM kaufte ich mir die  DTV-Ausgabe von Sören Kierkegaards (1813–1855) ›Entweder—Oder‹ (1843) und las es umgehend.

1988, 25.–27. September: Teilnehmerin an der Veranstaltung ›Jugend im Parlament‹ des Deutschen Bundestages in Bonn auf Einladung des Duisburger Bundestagsabgeordneten der SPD Helmut Wieczorek (1934–2010). Zu diesem Zeitpunkt kannte ich bereits Kants Kategorischen Imperativ in der Darstellung der ›Kritik der praktischen Vernunft‹. Dass philosophisch ein Zusammenhang vom Selbstgesetzgebungsprinzip zur parlamentarischen Gesetzgebung in einem Staat argumentativ hergestellt werden könnte, war mir ebenfalls bereits klar. Noch wusste ich aber nicht, dass Kant selbst das im ersten Teil seiner ›Metaphysik der Sitten‹ geleistet hatte. Es dauerte auch noch einige Jahre bis ich das herausfand, da von allen Seiten mitgeteilt wurde, dass Kants ›Metaphysik der Sitten‹ nicht ernst genommen werden könne, da er beim Verfassen bereits senil gewesen sei. Das war er sicherlich nicht, wie ich im Selbststudium parallel zu Fuldas Hauptseminaren zu Hegels Staatsphilosophie im Sommersemester 1992 und Wintersemester 1992/1993 feststellte.

8.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich den Eintrag ›2000: Promotion‹ durch folgenden Text ergänzt:

Der kantianisierende Titel meiner Doktorarbeit sollte es bereits andeuten: Ich kam zu dem Ergebnis, dass meine in der gymnasialen Oberstufe ausgebildete Hypothese falsch war. Mit Blick auf die Geschichte der Deutschen im 20. Jahrhundert war nicht nur mit Kant noch alles in Ordnung. Auch mit Hegel war systematisch zumindest bis in dessen Philosophie des inneren Staatsrechts hinein alles in Ordnung. Nicht nur aus Zeitmangel unterließ ich es, Hegels Lehre vom äußeren Staatsrecht und der Weltgeschichte zu behandeln. Im Vergleich zu anderen Doktorarbeiten über Hegel hatte ich bereits ein Vielfaches an Haupttexten Hegels behandelt. Auch wusste ich ja, dass von mir eine inhaltlich bestimmte Auslegung von Hegels Geschichtsphilosophie erwartet wurde. Die wollte ich aus verschiedenen Gründen aber nicht liefern. Der Hauptgrund war, dass ich das Erwünschte philosophisch-wissenschaftlich nicht erreichen konnte. Hegel war — durchaus auch zu meiner eigenen Überraschung — ein überzeugter und überzeugender Kantianer. Deswegen wählte ich auch einen kantianisierenden Titel für meine Doktorarbeit. — Da ich Fuldas Erwartung nicht erfüllte, war ich neugierig, wie er auf das Ergebnis reagieren würde. Er war begeistert. Durch Lektüre seines Gutachtens vom 15. Mai 2000 wurde mir klar, dass ich viele seiner Verständnisprobleme gegenüber zentralen Systemschritten Hegels beseitigen konnte.

Unterschätzt hatte ich allerdings, dass Gadamer nach wie vor eine geistige Macht war. Die Veröffentlichung meiner Doktorarbeit wurde von Fulda in den Folgejahren für mich unauffällig verzögert, ein Untertitel mit Nachdruck angeraten, der ihm selbst, anderen seiner jüngeren Schüler, aber auch mir noch die Chance geben sollte, meinen Fehltritt unauffällig werden zu lassen: ›Die logische Idee in Hegels Philosophie des endlichen Geistes‹. Der Ausdruck ›endlicher Geist‹ sollte den Anschein erwecken, dass alle meine Ergebnisse unter dem Vorbehalt einer Überwindung durchs — von mir in der Doktorarbeit nicht thematisierte — Erreichen eines ›unendlichen Geistes‹ stünden. Ich wehrte mich nicht gegen den Untertitel. Es war ja richtig, dass meine Doktorarbeit mit der Lehre von der Gesetzgebung im inneren Staatsrecht endete. Auch war für mich offensichtlich, dass  Fulda unter erheblichen Druck von anderen stand. Aus seinem eigenen Hegel-Buch (2003) waren ja einige Druckabsätze über die Rezeption Hegels durch Julius Binder und Karl Larenz nach 1933 gestrichen worden. Auch gefiel mir der neue Haupttitel viel besser: ›Epistemologie freien Denkens‹, den wir zusammen gefunden hatten. — In den Folgejahren beobachtete ich dann leicht amüsiert, wie verschiedene Personen versuchten, das von mir Verweigerte zu liefern: Eine Auslegung von Hegels Geschichts- und Religionsphilosophie, die Gadamer und — nach dessen Tod — Dieter Henrich gefallen würde.

Ich selbst lieferte jedenfalls nicht das Erwartete. Ich hatte ja auch keinen Grund dafür. Mein Haupterkenntnisinteresse an Hegels Philosophie hatte ich durch meine Doktorarbeit befriedigt. Deswegen konnte ich mich nun guten Gewissens dem alten, wahren Helden meines Philosophierens zuwenden: Immanuel Kant (1724–1804). Ich hatte aber keine Lust, eine weitere ›rekonstruierende‹ Arbeit zu verfassen. Kant wollte ich unter den besten Wissenschaftsbedingungen der Gegenwart lebendig halten. Hector-Neri Castañeda (1924—1991) kannte ich bereits durch Harald Pilots Lehrveranstaltungen aus meinem Heidelberger Magisterstudiums als spannenden Kantianer. Paul Grice (1913—1988) und — erst einige Jahre später — Jaakko Hintikka (1929—2015) kamen hinzu. Bestenfalls Jürgen Habermas (* 1929) hielt ich im Jahr 2000 für einen möglichen Zielpunkt einer Rückkehr des ›Weltgeistes‹ nach Deutschland.

Im April 2000 hatte ich die Doktorarbeit eingereicht. Bereits am 19. Juli 2000 schickte ich alle Antragsunterlagen — einschließlich der Gutachten von Fulda und Walter Jaeschke und dem Einladungsschreiben von Professor Robert Pippin — für ein Stipendium im Rahmen des neuen Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein. Anschließend erholte ich mich als Halbtagsspülkraft.

8.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich folgenden neuen Eintrag ›1989–1995‹ ergänzt:

1989–1995: Mein Magisterstudium der Philosophie und Geschichte war auf dem Papier erfolgreich: Nach elf Semestern (neun Semester Regelstudienzeit und zwei Zusatzsemester für die Mitwirkung in der Selbstverwaltung als gewähltes studentische Mitglied im Fakultätsrat) schloss ich es mit der Gesamtnote ›sehr gut (1,3)‹ ab. Meinem Hauptziel ›Begreifen der Ereignisse von 1933 bis 1945‹ war ich aber kaum nähergekommen, insbesondere nicht durch Lehrveranstaltungen. Neben den Gerüchten über Gadamer hatte ich nur Emil Julius Gumbel (1891–1966) etwas näher kennengelernt. Kirsten von der Fachschaftskonferenz hatte einen Artikel in der studentischen Zeitung ›un(i)mut‹ am 25. Januar 1992 veröffentlicht, der hier archiviert ist, allerdings auf einer veralteten http- und nicht auf einer https-Seite. Meine Magisterarbeit in Philosophie mit dem Titel ›Christian Wolffs Begriff der Metaphysik. Versuch einer immanenten Interpretation‹ sollte eigentlich nur das erste von drei Kapiteln sein. Das zweite sollte sich mit Kant und das dritte mit Hegel befassen. Der Aufklärer Wolff war aber interessanter und vor allem anders als erwartet: Eine empirische verfahrende Psychologie sei unverzichtbarer Teil der speziellen Metaphysik. Die Abschlussklausur in Philosophie schieb ich über Hegels Wissenschaft der Logik. Das verlief ereignislos. Die mündliche Abschlussprüfung verlief nicht ereignislos. Vereinbart war die Behandlung dreier Texte: Lockes zweite Abhandlung über die Regierung, Hegels ›Grundlinien der Philosophie des Rechts‹ und Benjamins ›Geschichtsphilosophische Thesen‹, jeweils 20 Minuten. Fulda kürzte die Behandlung von Locke aber deutlich ab. Das überraschte mich nicht völlig. Dass er aber auch die Behandlung von Hegels Grundlinien abkürzte, irritierte mich dann schon deutlich. Beim Wechsel zum dritten Thema machte er deutlich, wie er die gewonnene Zeit einzusetzen gedachte: Vereinbarungswidrig sollte ich nun nicht über Benjamins Text geprüft werden. Ich sollte stattdessen Hegels und Benjamins Geschichtsphilosophien miteinander vergleichen. Das tat ich dann zwar, aber unter steigendem Ärger. Nach Besprechung mit dem Zweitprüfer wurde mir das Ergebnis ›sehr gut (1,0)‹ verkündet, auch wenn ich nicht alle relevanten Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Hegels und Benjamins Geschichtsphilosophien genannt hätte. Ich machte meinem berechtigten Ärger Luft und verließ den Prüfungsraum unter dem Versuch, die Tür hörbar ins Schloss fallen zu lassen, verhedderte mich aber an der Doppeltür. Später begriff ich, dass Fulda den Ablauf der mündlichen Prüfung durch Aufforderung Gadamers verändert hatte. Gadamer wollte wissen, wie ich die gestellten Fragen zu Hegels und Benjamins Geschichtsphilosophien beantworten würde. Gadamer wählte diesen Weg, da ich ihm selbst aus dem Weg gegangen war. Immer wieder kam er mir nahe, in der Institutsbibliothek, auf dem Marsiliusplatz, wenn ich vor Harald Pilots Lehrveranstaltungen dort auf Harald wartete, um ihn aus seinem PKW zu helfen und ihn zu den Unterrichtsräumen zu helfen (Harald Pilot war gehbehindert). Immer wieder entwich ich bei Annäherung Gadamers, zum Rauchen, auf die Toilette. Ich mochte Gadamer nicht. Wer mag schon Wutanfälle. Bei seinen Kontaktversuchen fühlte ich mich zu stark von ihm beobachtet. Noch später begriff ich, dass Gadamer für mich einen »Schicksalsweg« vorgesehen hatte und diesen seinen »Schülern« aufgetragen hatte: Ich sollte mittel- oder langfristig Fuldas und Bubners Nachfolgerin werden und zumindest Hegels ›Gerede‹ vom ›Ende der Geschichte‹ widerlegen. (Bald nach meiner Rückkehr nach Heidelberg im Jahr 2004 erzählte Wiehl das von sich aus. Er erinnerte mich an seinen Wunsch, dass ich dem Hause möglichst lange erhalten bleiben solle. Meine Hausarbeiten aus dem Grundstudium seien bereits so »wirkmächtig« gewesen, mir jenen »Schicksalsweg« zu bestimmen.) Fulda hatte während meines Magisterstudiums immer mal wieder einige Angebote für eine Widerlegung von Hegels ›Ende der Geschichte‹ geliefert. Darunter so abwegiges wie ›Jede Gegenwart ist das/ein Ende der Geschichte‹. Keines seiner Angebote hatte mich auch nur ansatzweise überzeugt. Um das zu begründen, schrieb ich dann meine Doktorarbeit über Hegel. Zugleich wollte ich wissen, ob meine alte Irritation über Hegel durch die angeblichen Auszüge aus seinen Schriften in dem bayerischen Schulbuch für Philosophie berechtigt war.

7.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich in dem Eintrag ›1991–1995‹ über mein Magisterstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes habe ich Folgendes ergänzt (und einige kleinere Fehler korrigiert):

— Über sich erzählte Fulda, dass er aus Stuttgart stamme, dass sein Vater Architekt und seine Mutter Malerin gewesen sei. Er sei über seinen Vater stark durch die evangelische Kirche geprägt worden. Das habe ihn und seine Familie zum Glück in Distanz zu den Nazis gehalten. Die Kriegsjahre habe er (ganz oder teilweise) in einem Internat der evangelischen Kirche in Urach verbracht. Auf Druck seines Vaters habe er mit einem Brotstudium begonnen, der Jurisprudenz. Bald habe er sich dann aber gegen seinen Vater durchgesetzt und mit einem Philosophie-Studium in Frankfurt begonnen. Dort habe er bei Theodor W. Adorno (1903–1969) und Wolfgang Cramer (1901–1974) studiert. Cramer habe ihm besser gefallen. Mit dessen Sohn, Konrad Cramer (1933–2013), sei er bis dato befreundet. Reiner Wiehl habe er bei Wolfgang Cramer kennengelernt. Cramer sei aber zu ohnmächtig gewesen, seinen Schülern eine Universitäts-Karriere zu verschaffen. Deswegen habe Professor Cramer Reiner Wiehl und ihn selbst dann zu Gadamer nach Heidelberg geschickt. Fulda empfahl mir, Wiehl um das erforderliche Zweitgutachten zu bitten.

Das erforderliche Zweitgutachten erstellte Professor Reiner Wiehl (1929–2010). Er hatte sich vorab sinnvollerweise eine Kopie meiner Arbeit zu Hegels ›Wissenschaft der Logik‹ erbeten. Nach kleineren Anfangsschwierigkeiten bezüglich der Verteilung unserer Leiber in seinem Büro (er unter 1,60 m; ich fast 1,90 m) entwickelte sich ein angenehmes Gespräch über Philosophie, in das auch Biographisches von ihm und mir einfloss. Beiläufig erwähnte Wiehl, dass er nach den Maßstäben der Nürnberger Rassengesetze teilweise Jude sei. Jüdische Verwandte seien deportiert und ermordet worden. Er selbst habe deswegen über einige Jahre hinweg im Selbststudium einen Teil des Abiturwissens erwerben müssen. Das sei für sich genommen weiter nicht schlimm gewesen. Schlimm sei aber die Isolation als Jugendlicher gewesen. Zum Abschied schüttelte er intensiv länger meine Hand. Unser Längenunterschied, der ihm am Anfang des Gesprächs deutlich unangenehm war, störte ihn nicht mehr. Seine letzten Worte waren: ›Ich wünsche mir, dass Sie unserem Haus möglichst lange erhalten bleiben!‹ (Den Grund für meine Abneigung gegen seine Lehrveranstaltungen hatte ich ihm beiläufig in diesem Gespräch mitgeteilt. Er billigte mein künftiges Fernbleiben).

7.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich in dem Eintrag ›1990–1995‹ meinen Bericht über die Bedeutung der Heidelberger Altstadt-Lokalitäten um folgenden Absatz ergänzt (und einige kleiner Fehler korrigiert):

Langfristig waren Gerüchte der Heidelberger Altstadt über Hans-Georg Gadamer Zustimmung zum »Dritten Reich« lehrreicher. Es gab vor allem zwei Gerüchte, die hinter vorgehaltener Hand in den Restaurants und Weinstuben weitergegeben wurden und von denen mir nicht klar war, ob es eine Überlappung zwischen ihnen gab: 1. Es gebe fragwürdige Schriften Gadamers, die zu Zeiten des »Dritten Reichs« veröffentlicht worden seien. 2. Gadamer habe eine seiner Schriften nach Veröffentlichung versucht ungeschehen zu machen, indem er versucht habe, die Gesamtauflage in seinen Besitz zu bringen. Damit sei er sehr erfolgreich gewesen. — Einmal wurde ich Zeugin eines Streitgesprächs im ›Weißen Boch‹ zwischen Gadamer und älteren Studierenden, die ihn nach seiner Beurteilung des »Dritten Reichs« fragten. Die Frage war mehr als angemessen, da Gadamer — im Unterschied zu unserer Professorengeneration — nicht zur Zeiten der ›Hitler-Jugend‹ sozialisiert worden war, sondern im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Hans-Georg Gadamer (* 1900) war unleugbar erwachsener und gebildeter Zeitzeuge der Entstehung, des Daseins und des Vergehens des »Dritten Reichs«. Die mitschwingende Ablehnung des »Dritten Reichs« durch diese Studierenden erboste ihn. Er scheute nicht, seine Wut zu zeigen. Er ging aber nicht soweit, eine Zustimmung zum »Dritten Reich« zu äußern. Er wollte über anderes reden, über anderes gefragt werden. Damit verhielt sich Gadamer wie die meisten seiner Generationsgenossen gegenüber Deutschen, die nach 1945 geboren wurden.

5.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1994–1995 Nachfolge Professor Fulda‹ ergänzt.

3.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1990–1995‹ ergänzt und in ihm einige Anekdoten aus den Heidelberger Restaurants und Weinstuben mit Philosophen (Gadamer) und über Gastvorträge zum Besten [?] gegeben.

3.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1993, 10.–13. Juni‹ ergänzt. Teilnahme am Hegel-Kongress ›Vernunftbegriffe in der Moderne‹.

2.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1992, Januar‹ ergänzt. Ich gab eine lange Hausarbeit ab, die sich hauptsächlich mit Kants ›Kritik der reinen Vernunft‹ beschäftigte. Sie war Anlass für Fuldas Angebot, den Text als Magisterarbeit zu akzeptieren. Ich lehnte ab, da ich erst im 5. Fachsemester war und noch 6 weitere Semester für den Erwerb des Magisters finanziert werden würde. Fulda war verärgert. Das war mir aber egal. Seinem Rat, den Text Dr. Harald Pilot, dem Kant-Experten des Philosophischen Seminars der Universität Heidelberg zu schicken, folgte ich.

2.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1990, August und September‹ ergänzt. Ich berichte über meine ersten beiden Hausarbeiten über Walter Benjamins Geschichtsphilosophie und Hegels Wissenschaft der Logik.

2.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1990, Juni 15.‹ ergänzt. An diesem Tag fand in der Alten Aula der Universität Heidelberg ein Festakt für Hans-Georg Gadamer anlässlich seines 90. Geburtstages statt, an dem ich teilnahm.

2.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich beim Eintrag ›1991–1995‹ zu meinem ersten Stipendiatinnen-Sein der ›Studienstiftung des deutschen Volkes‹ ergänzt, wie es dazu kam und aus meinem Lebenslauf zitiert. Das habe ich getan, damit gewusst wird, dass ich frühzeitig über mein Haupterkenntnisinteresse informiert habe.

2.2.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich einen neuen Eintrag ›1988‹ ergänzt. Ich berichte nun über meine Anfänge mit Hegels Geschichtsphilosophie in der 12. Jahrgangsstufe meines Gymnasiums.

30.1.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich meinen zweiten Wegzug aus Heidelberg ergänzt:

> 2005, 1. November: Zweiter Wegzug aus Heidelberg. Dieses Mal nach Dossenheim an der Bergstraße, einem Ort, der traditionell vom Steinbruch lebte. Vom Bergbau unter Tage zum Bergbau über Tage. Die Bergstraße ist übrigens viel schöner, da sonnendurchfluteter als das Neckartal. Ideale Bedingungen für viele Sportarten in unmittelbarer Nähe oder zumindest in Fahrradnähe: Freibad in Ladenburg, Freibad in Schriesheim, Hallenbad in Dossenheim, viele flache Strecken fürs Nordic Walking oder Joggen oder Radfahren, aber auch der Odenwald zum Wandern und Mountainbiken, sogar zum Drachen- und Gleitschirmfliegen. Viele Orte haben einen Tennisverein mit Tennishalle, so dass man auch im Winter spielen kann. Dass ich zweifelsfrei guten Wein aus Weinbergen trinken kann, in denen ich wandere, fasziniert mich immer noch. Heimisch fühle ich mich durch den Gemüse- und Obstbau, der die Landschaft der hiesigen Rheinebene prägt. Massentierhaltung gibt es meines Wissens nicht. Auch gibt es alles vor Ort, was man fürs tägliche Leben braucht. Und die politische Geschichte Badens und der Bergstraße lässt mich hier auch gerne leben. Wenn ich im Heppenheimer Bruchsee schwimme, denke ich zum Beispiel immer mal wieder an die Heppenheimer Tagung.

30.1.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich die Foto-Beschreibung so ergänzt:

Selfie: Miriam Wildenauer am 23. Oktober 2022: ungeschminkt, ungefärbt, selbstfrisiert. Eine künstliche Intelligenz bot als Dateninterpretation fürs Selfie ›Augenbrauen‹ an. Sehr lustig! (alle Bildrechte bei Miriam Wildenauer)

30.1.2024 // Den Seiten ›News‹, ›Über mich‹ und der Seite mit der Betaversion von 2019 habe ich ›Zählmarken‹ der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) zugeordnet und das ›Real Cookie Banner‹ der Webentwicklungsfirma ›devowl.io GmbH‹ mit Sitz in Deutschland installiert.

29.1.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich beim Eintrag zum Jahr 1987 meine Auskunft über die Bedeutung des komischen Werks von Otto Waalkes (* 1948) um fden kursivierten Satz ergänzt: Sein komisches Lebenswerk ist deswegen eines der größten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Ein Höhepunkt seines Schaffens ist fraglos seine sachlich korrekte Darstellung des menschlichen Körpers mit der Zeile ›Kleinhirn an alle‹, die 1975 in der dritten Otto-Show gezeigt wurde.

27.1.2024 // Auf der Seite ›Über mich‹ habe ich das Kursivierte ergänzt:

1998: Eintritt in die SPD, bevor Gerhard Schröder (*1944) zum Kanzlerkandidaten wurde. Ich war schon lange überzeugte Sozialdemokratin. Ich verschob einen Eintritt in die SPD, da ich meinte, dass ich als Parteimitglied auch aktives Parteimitglied sein müsse. Diese Meinung war 1998 im Schwinden begriffen. Ich wollte dann nicht länger mit einem Eintritt warten, um die Fehlmeinung Anderer gar nicht erst aufkommen zu lassen, ich sei wegen des Wahlsiegs der SPD in der Bundestagswahl 1998 Mitglied geworden.

27.1.2024 // Nach sehr langer Zeit habe ich mal wieder meine Anträge für das Emmy-Noethr-Programm der DFG aus den Jahren 2000 und 2003 gelesen. Hervorragend, kein Zweifel. Der erste wurde bewilligt, der zweite nicht. Und das auch noch wenige Tage vor Ablauf der ersten Förderungsphase. Demnächst berichte ich, wie es dazu kam. Folgendes habe ich bereits ergänzt.

2003, September – 2004, September: Rückkehr nach Duisburg zu meiner Mutter. Den diversen Uni-Leuten hatte ich mitgeteilt, dass ich maximal ein Jahr auf eine Post-Doc-Stelle innerhalb deutscher Universitäten warten würde. Danach würde ich mich dauerhaft beruflich anders orientieren. Ich hatte mich aber bereits auch auf Stellen außerhalb von Universitäten beworben, u.a. als Referentin im Referat ›Verbindung zu Kirchen und Religionsgemeinschaften, Kultur und Medien‹ des Bundespräsidialamts. Am 19. Juli 2004 erhielt ich als Zwischenantwort auf meine Bewerbung die Auskunft, dass die ›Dienstpostenbesetzung‹ ›noch einige Zeit in Anspruch nehmen‹ werde. Deswegen sagte ich Professor Andreas Kemmerling zu, der mir seine Assistentenstelle zur Vertretung für ein Jahr angeboten hatte, da Tobias Rosefeldt (* 1971) ein Stipendium für New York erhalten habe.

Auch habe ich die Zeitangaben zu meinen Berliner und Bochumer Jahren korrigiert und präzisiert.

26.1.2024 // In dem Eintrag zum Jahr 1987 habe ich auf der Unterseite ›Über mich‹ folgendes ergänzt, das ich sehr ernst meine:

Das Zuchtziel der akademischen Nationalsozialisten für eine »deutsche Arierin« verfehle ich demnach mindestens zweifach. — Auf die »positiven« Züchtungsphantasien der akademischen Nationalsozialisten konnte es nach deren Endniederlage 1945 eigentlich nur eine Antwort geben. Komik! Otto Waalkes (* 1948) lieferte sie. Sein komisches Lebenswerk ist deswegen eines der größten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. Und der Erfolg seiner Komik bewies und beweist, dass eine deutliche Mehrheit Deutscher nach 1945 wusste und weiß, dass Komik die beste Antwort auf die »positiven« Züchtungsphantasien der Nazis war. Herzlichen Dank an den Künstler und sein Publikum!

[Den Dank an Ottos Publikum habe ich etwas später ergänzt.]

26.1.2024 // Die Liste mit den Schriften habe ich für die 2010er und 2020 Jahre auf der Unterseite ›Über mich‹ ergänzt. Dabei habe ich ein paar der Umstände mitgeteilt, die Ursache dafür waren, dass im Herbst 2017 andere Menschen über meine Entdeckung der Mitgliederliste des Ausschusses für Rechtsphilosophie in ausländischen Zeitungen berichteten. Das werde ich noch ergänzen.

25.1.2024 // Die Liste mit den Schriften der 2000er Jahre habe ich ergänzt.

25.1.2024 // Auf der Unterseite ›Über mich‹ habe ich einen Screenshot meines NRZ-Zeitungsartikels aus dem Februar 1988 über den Versuch der Schülervertrung meines Gymnasiums veröffentlicht, das Ost-Berliner Schüler-Kabarett ›Die Stachelbär’n‹ nach Duisburg einzuladen:

Wildenauer, Miriam: ›Die Stachelbär’n‹ in Duisburg? Schülerkontakte nach Ost-Berlin, in: Neue Ruhr Zeitung. Duisburg vom 11. Februar 1988

25.1.2024 // Auf der Unterseite ›Über mich‹ habe ich meine Sportlerkarriere ab Handball ergänzt:

1987: […]  — Mein erster Sportverein war ein Fußballverein, dem ich für ein paar Wochen Ende 1980 angehörte. Der Trainer hielt nicht viel davon, dass Mädchen oder Frauen Fußball spielten. Ich trat wieder aus, nachdem er erklärt hatte, wie man vom Schiedsrichter ungesehen der Gegenspielerin die Achillessehne verletzt. Grob ein Jahr später versuchte ich es mit Handball in der Freistunde (grob: 13:15 Uhr bis 14:00 Uhr) des Ganztagsgymnasiums, das über zwei Turnhallen verfügte. In den Freistunden mussten die Sportlehrer*innen nur Aufsicht führen. In der Regel boten sie aber an, ihren Lieblingssport, für den sie in der Regel auch außer-schulisch Vereinstrainer*innen waren, durch Training vorzustellen. Es gab in den Freistunden mit Handball-Trainerin einen freundlichen Mitspieler meiner Körperlänge, aber deutlich muskulöser, der als Angreifer gerne mit dem Knie voran in die Abwehrreihe sprang. Das war auch nichts für mich. Ich wechselte dann grob 1983 zum Volleyball und blieb dabei. Das war ein schöner und kostengünstiger Sport. Tennis, das damals wegen Boris Becker und Steffi Graf populär war, wäre zu teuer gewesen. Dass man mit Tennis im Unterschied zu Volleyball Geld hätte verdienen können, wusste ich. Das nutzte aber nichts. Meine Bestnoten im Abiturzeugnis waren die Sportnoten: 15 von 15 Punkten. — Für die Aufnahme in den Fußballverein war übrigens eine Sport- und Wettkampftauglichkeitsprüfung empfohlen worden. Der untersuchende Arzt bestimmte u. a. meine voraussichtliche Körperlänge im ausgewachsenen Zustand anhand einer Röntgenaufnahme meiner linken Hand, da ich die Längste der Klasse war. Er sagte 1,84 m vorher und empfahl meiner Mutter, dass ich Medikamente nehmen solle. Ich würde dann so grob 1,75 m werden. Da meine Mutter zu Recht meinte, dass eine Körperlänge von 1,84 m sicherlich kein Gesundheitsproblem sei, erwog sie nicht einmal, der Empfehlung zu folgen. Ich hätte sicherlich einen Zwergenaufstand gegen die Einnahme des Medikaments organisiert. — Als Erwachsene musste ich in eine Frauenklinik, zur Entfernung eines Tumors, den meine Frauenärztin entdeckt hatte. Als der Chefarzt mich erstmalig nackt sah, tröstete er mich unaufgefordert mit der Auskunft, er könne etwas gegen meine Beinbehaarung tun, die tatsächlich für eine Frau überdurchschnittlich, für einen Mann unterdurchschnittlich ist. Da Haare kein Gesundheitsproblem sind, lehnte ich ab. Vielleicht wollte er mich nur von der Frage ablenken, ob der Tumor gut- oder bösartig sei. (Er war übrigens gutartig.) Das Zuchtziel der akademischen Nationalsozialisten für eine »deutsche Arierin« verfehle ich demnach mindestens zweifach.

25.1.2024 // Auf der Unterseite ›Über mich‹ habe ich ein anderes Selfie aus dem Oktober 2022 gepostet. Hätte es ein Foto auf dem Buchumschlag von Band1 gegeben, hätte ich das nun gepostete gewählt.

22.1.2024 // Ich habe auf der Unterseite ›Über mich‹ ein Selfie aus dem Oktober 2022 veröffentlicht. Ich gucke etwas grimmig. Das Selfie war ein Versuch, ein Foto für den Buchumschlag von Band1 zu erstellen, der im Dezember 2022 veröffentlicht wurde. — Ich habe zusätzlich eine Minigeschichte meiner Sportlerin-Karriere vom Fußball über Handball hin zum Volleyball in den 1980er Jahren ergänzt. (Inzwischen spiele ich Tennis und ziehe mit einer superfitten Australian Shepard von Freunden fast täglich um die Bebauungen Dossenheims herum). — Auch habe ich die Liste mit meinen Schriften auf der Unterseite ›Über mich‹ ergänzt. Sie ist aber immer noch nicht vollständig. Ein paar Tage arbeite ich noch weiter an meiner Internetseite: www.entnazifiziert.com.

21.1.2024 // Ich habe die Unterseite ›Über mich. B. Schriften (kommentierte Auswahl)‹ ergänzt durch Folgendes:

3. Wildenauer, Miriam (1988c): ›Erste Jugendliebe mit all’ ihren Schwierigkeiten. Eine Aufführung des Mannesmann-Literaturkurses, in: Neue Ruhr Zeitung. Duisburg, vom 7. Juli.

Wildenauer, Miriam: Erste Jugendliebe mit all’ ihren Schwierigkeiten. Eine Aufführung des Mannesmann-Literaturkurses, in: Neue Ruhr Zeitung. Duisburg, Donnerstag, der 7. Juli 1988

21.1.2024 // Ich habe die Unterseite ›Über mich. B. Schriften (kommentierte Auswahl)‹ ergänzt durch Folgendes:

1. Wildenauer, Miriam (1988a): ›Kulturausschuß billigt den Opern-Etat einstimmig‹, in: Neue Ruhr Zeitung. Duisburg, vom 9. Februar.

Dieser Zeitungsbericht fand seinen Weg auch in die Pressemappe ›Ausschnitte‹ der Stadt Duisburg vom 9. Februar 1988. Der Chefredakteur des Duisburger Lokalteils meinte, das sei bemerkenswert. Das verpflichtende Schulpraktikum absolvierte ich in der Lokalredaktion der NRZ Anfang Februar 1988. Insgesamt veröffentlichte die NRZ vom 4. bis zum 13. Februar 1988 von mir 14 Zeitungsberichte mit insgesamt 607 Zeilen und 95 Zeilen Meldungen. Die mag ich gar nicht alle aufführen. Nur noch den Folgenden, da bei ihm auch das Thema von mir stammte:

2. Wildenauer, Miriam (1988b): ›Die Stachelbär’n in Duisburg? Schülerkontakte nach Ost-Berlin‹, in: Neue Ruhr Zeitung. Duisburg, vom 11. Februar 1988.

Für die insgesamt 702 Zeilen, die ich während meines fünftägigen Schulpraktikums selbständig geschrieben hatte, erhielt ich insgesamt 371,28 DM. Das war eine faire Bezahlung. Die damaligen Lebenshaltungskosten in Duisburg lagen pro Monat bei unter 1000 DM. Der Chefredakteur riet mir, nicht Journalismus zu studieren, sondern ein beliebiges Fachstudium nach meinen Interessen. Das tat ich dann auch. Ich wusste seit dieser Praktikumswoche, dass es einen sicheren Weg für mich gab, schreibend meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

20.1.2024 // Ich habe vorhin am Ende des Eintrags ›1987, Spätherbst‹ auf der Unterseite ›Über mich‹ das Kursivierte ergänzt:

1987, Spätherbst: Beginn meiner Beschäftigung mit Carl Schmitt (1888–1985) und Ernst Forsthoff (1902–1974) aufgrund von Erzählung Gisela Lehmanns, der Ehefrau meines Deutsch- und Philosophielehrers in der Oberstufe. Gisela Lehmann (1925–2009), vormals Gisela Iglberger, geborene Reinhard, war nach 1945 die Sekretärin von Prof. Dr. jur. Ernst Forsthoff gewesen, auch nach dessen Pensionierung. Peter Lehmann hatte sie auf einem der ›Ebracher Ferienseminare‹ kennengelernt, die Forsthoff von 1957 bis 1971 veranstaltete. Beide schwärmten von diesen Ferienseminaren. Gisela erzählte über die Jahre hinweg viel über diese Seminare. Martin Heidegger (1889–1976) habe teilgenommen. Aber auch Jürgen Habermas (*1929). Das Ehepaar blieb in Kontakt mit Carl Schmitt bis weit in die 1980er Jahre hinein. Meine über die Jahrzehnte immer wieder erneuerten Hinweise auf längst veröffentlichte Nachweise, dass Carl Schmitt mindestens von 1933 bis Ende 1936 ein Nazi gewesen sei, störten sie nicht. Gisela verehrte Carl Schmitt. Peter verehrte Gisela.

Giselas Verehrung für Schmitt war nicht die Verehrung für einen Judenhasser. Sie verehrte den Mann Carl Schmitt. Einmal zeigte sie mir ein Porträtfoto des mittelalten Carl Schmitt, wedelte mit ihm unter meiner Nase und fragte: ›Kann so ein Mann böse sein?‹. Ich war hinreichend überrascht und schwieg. Viele Jahre später äußerte ihr verwitweter Ehemann sanft die Vermutung, dass auch Gisela zu den vielen Geliebten Carl Schmitts gehört habe. Mir gegenüber hatte sie das nie geäußert.

Aus anderen Erzählungen Giselas wusste ich, dass ihr erster Ehemann gewalttätig gegen sie gewesen war. Durch die Arbeitsaufnahme bei Prof. Ernst Forsthoff als Sekretärin und den Kontakt zu Schmitt konnte sie sich scheiden lassen: Finanzielle Unabhängigkeit.

Gisela war sicherlich kultur-konservativ. Mozart-Opern waren so aufzuführen wie zu Mozarts Zeiten. Brechts Oper wie zu Brechts Zeiten. Hass gegen irgendwen, zeigte sie in meiner Anwesenheit zu keinem Zeitpunkt. Eine tiefsitzende Abneigung gegen alles Linke, das für sie vor allem Gleichmacherei war, gab es zweifelsfrei. Ihre Lieblingsbeispiele waren der Dirigent und der Kapitän. Mein Gegenbeispiel war die Stimmgleichheit in der Gesetzgebung (›one man, one vote‹) und die Gleichheit in der Gesetzesunterworfenheit, insbesondere unter die Strafgesetze.

19.1.2024 // Sprachliche Korrekturen auf der Startseite und der Unterseite ›Über mich‹.

17.1.2024 // Auf der Unterseite ›über mich‹ habe ich Folgendes ergänzt:

1987: Es ging zweimal von Duisburg nach Berlin. Zuerst im Juni mit der Volleyballmannschaft des TV Duisburg-Wanheim e. V. zum Deutschen Turnfest 1987. Wir hatten irgendetwas gewonnen, vermutlich die Schülerstadtmeisterschaft. Vielleicht aber auch eine Vereinsmeisterschaft. Das weiß ich nicht mehr, da Spielerinnen und Trainer in der Schüler- und der Vereinsmannschaft identisch waren. Die Abschlussveranstaltung des Turnfests fand im Berliner Olympiastadion statt. Die Turner machten ›die Welle (la Ola)‹, die wir durch die Fußballweltmeisterschaft in Mexiko 1986 kannten. Erstmalig spürte ich die Wirkmacht des Mitmachens in einer Masse. Das war mir etwas peinlich. Dann wollte ich wissen, wie es sich anfühlen würde, nicht mitzumachen. Das war auch etwas peinlich. Aber etwas weniger peinlich.

Dann im September mit dem Leistungskurs Deutsch. Wir wohnten in Kreuzberg, ganz in der Nähe der Mauer und der ›Amerika Gedenkbibliothek‹. Über die räumliche Verteilung von Bibliotheken informierte ich mich schon damals zuerst, wenn’s in eine unbekannte Stadt ging. Reisen von Schulklassen mussten durch mindestes zwei Erwachsene begleitet werdenn. Neben unserem Deutschlehrer Peter Lehmann (* 1940) begleitete uns seine Ehefrau Gisela Lehman (1925–2009). Beide entwickelten ein gutes Verhältnis zu mehreren Schüler*innen. Die Reise wurde aus Steuermitteln subventioniert. Im Gegenzug mussten wir an einem Bildungsprogramm teilnehmen. Es ging u. a. zur ›Gedenkstätte Plötzensee‹ und nach Ost-Berlin, für einen ganzen Tag. Gruselig war mir in den U-Bahn-Strecken, die teilweise unter Ost-Berlin verliefen: ›Geisterbahnhöfe‹ hießen die. Ansonsten gefiel mir Berlin sehr gut. Nur die zu überwindenden Entfernungen störten mich.

1987, Spätherbst: Beginn meiner Beschäftigung mit Carl Schmitt (1888–1985) und Ernst Forsthoff (1902–1974) aufgrund von Erzählung Gisela Lehmanns, der Ehefrau meines Deutsch- und Philosophielehrers in der Oberstufe. Gisela Lehmann (1925–2009), vormals Gisela Iglberger, geborene Reinhard, war nach 1945 die Sekretärin von Prof. Dr. jur. Ernst Forsthoff gewesen, auch nach dessen Pensionierung. Peter Lehmann hatte sie auf einem der ›Ebracher Ferienseminare‹ kennengelernt, die Forsthoff von 1957 bis 1971 veranstaltete. Beide schwärmten von diesen Ferienseminaren. Gisela erzählte über die Jahre hinweg viel über diese Seminare. Martin Heidegger (1889–1976) habe teilgenommen. Aber auch Jürgen Habermas (*1929). Das Ehepaar blieb in Kontakt mit Carl Schmitt bis weit in die 1980er Jahre hinein. Meine über die Jahrzehnte immer wieder wiederholten Hinweise auf längst veröffentlichte Nachweise, dass Carl Schmitt mindestens von 1933 bis Ende 1936 ein Nazi gewesen sei, störten sie nicht. Gisela verehrte Carl Schmitt. Peter verehrte Gisela.

Peter und Gisela Lehmann werden übrigens mehrfach in dem ›Briefwechsel Ernst Forsthoff – Carl Schmitt 1926–1974‹ erwähnt, der von Dorothee Mußgnug (* 1940), Reinhard Mußgnug (* 1935) und Angela Reinthal (* 1966) in Zusammenarbeit mit Gerd Giesler (*1940) und Jürgen Tröger 2007 im Berliner Akademie-Verlag veröffentlich wurde. Im Personenregister finden sich auf S. 584 die Seitenangaben zu den Erwähnungen der beiden. Ihre Heirat vom 3. Januar 1969 bereitete Carl Schmitt die Sorge, dass Forsthoff nun eine wichtige Unterstützung seiner wissenschaftlichen Arbeit durch seine langjährige Sekretärin verlieren werde:

Nr. 272 Carl Schmitt an Ernst Forsthoff aus Plettenberg, 14. Januar 1969

Lieber Herr Forsthoff,

[1] […]

[2] Die Nachricht von der Verheiratung Frau Iglbergers hat mir natürlich einige besorgte Fragen nahegelegt; denn Ihre wissenschaftliche Arbeit lässt sich nicht mit den Methoden meiner Einsiedler-Bohème ohne Büro und Sekretariat bewältigen. […]

(Briefwechsel Ernst Forsthoff – Carl Schmitt 1926–1974. Berlin: Akademie-Verlag 2007, S. 274)

17.1.2024 // Bei der Lektüre meiner alten aktuellen Mitteilungen ist mir folgendes aufgefalllen:

Mein Gebrauch des Ausdrucks ›Alphaversion‹ wich von dem Standardgebrauch der Softwarentwickler leider ab. Für Softwareentwickler ist eine Alphaversion noch nicht fertig, noch nicht verkaufsfähig. Ich orientierte mich am griechischen Alphabet: Eine Alphaversion ist fertig, (nahezu) fehlerfrei und deswegen verkaufswürdig. Eine Betaversion ist eine Komplettversion einer geplanten Alphaversion mit vielen kleinen Fehlern. So die Bedeutungen meiner Wortgebräuche.

17.1.2024 // Den einzigen Eintrag auf der Unterseite ›Super kurze Geschichte‹ meines Forschungsprojekts, nämlich:

1979: Ich sehe im Fernsehen Bilder von der Befreiung eines Konzentrationslagers, die mich nachhaltig beschäftigen. Schnell konnte ich mir selbst die Frage beantworten, ob ich selbst zur Täterin werden könnte. Das war ausgeschlossen. Fast ebenso schnell konnte ich mir selbst die Frage beantworten, ob ich zum Opfer werden könnte. Das war nicht ausgeschlossen. Ich begann die Schulgeschichtsbücher meiner um neun Jahre älteren Schwester zu lesen, um andere Fragen zu beantworten. In den Folgejahren bis heute gab es mehrere Phasen intensiver Lektüre von Geschichtsbüchern.

habe ich auf der Unterseite ›Über mich‹ am chronologisch passenden Ort eingefügt und die Unterseite ›Super kurze Geschichte‹ verschwinden lassen.

16.1.2024 // Die alten Neuigkeiten aus der Unterseite ›Archiv der aktuellen Mitteilungen‹ habe ich hierhin kopiert.

12.1.2024 // Ich habe heute die Betaversion ›Der akademische Nationalsozialismus. Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie. Kapitel 1 bis 10‹ aus dem Jahr 2019 wieder zugänglich gemacht. Die Schaltfläche, die den Zugang herstellt, findet sich zwei Mal auf dieser Startseite. (Die Zählmarken der VG Wort habe ich wieder gelöscht, um das mich selbst nervende Banner mit dem Hinweis auf das Banner selbst und die VG-Wort verschwinden lassen zu dürfen. Jetzt gefällt mir meine Internetseite selbst wieder besser.)

5.12.2023 // Es gibt schlechte Nachrichten für alle, die auf Band 2 warten. Mit einer Veröffentlichung noch im Jahr 2023 klappt es nicht. Zu lange musste ich in den letzten 1,5 Jahren auf bestellte Archivalien warten. In einem Fall sogar über ein Jahr. Als Erklärung teilte das Bundesarchiv mit, die Akten hätten sich in der Digitalisierung bei einer externen Firma in den Niederlanden befunden.

5.12.2023 // Dann noch drei Punkte in eigener Sache:

1.) Hartnäckig halten sich Gerüchte, ich würde auf meine alte Beamtenstelle auf Lebenszeit am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg zurückkehren. Das wird nicht der Fall sein. Ich habe im Jahr 2021 die beamtenrechtliche Option der Selbstentlassung gewählt und meinerseits formgerecht vollzogen. Das verlangte mein Forschungsprojekt. Nur so können meine Leser sicher sein, dass ich selbständig und unabhängig über den akademischen Nationalsozialismus berichte. Auf meiner alten Stelle war ich landeshochschulrechtlich weisungsgebunden und unselbständig tätig. Eine Rückkehr auf meine alte Stelle könnte rechtlich möglich sein, da die Gegenseite anscheinend einen Formfehler im Entlassungsverfahren begangen hat. Eigentlich hätte wohl ein Rektoratsmitglied die Entlassungsurkunde unterzeichnen (und aushändigen) müssen. Dass das nicht geschah, war vielleicht sogar Absicht des Rektorats, um diesen Rückkehrweg offenzuhalten. Zur Begehung dieses Rückwegs müsste ich diesen Formfehler in Verbindung mit einem Rückkehrwunsch geltend machen. Aus den genannten Gründen habe ich aber keinen Rückkehrwunsch.

2.) Für die Zeit nach Abschluss meines Forschungsprojekts ist eine Rückkehr an irgendeine Universität im Fach Philosophie auf dem Bewerbungsweg übrigens verbaut worden. Mein Dienstabschlusszeugnisses ist nämlich seeeeehr schlecht. Fast jede Mitbewerberin, jeder Mitbewerber könnte sich erfolgreich gegen mich auf jede ausgeschriebene Stelle einklagen. —

3.) Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, dass ich Mitglied der ›Internationalen Hegel-Vereinigung e. V.‹ war, bin oder sein werde. Das war nicht der Fall, das ist nicht der Fall und das wird nicht der Fall sein.

10.4.2023 // Es gibt gute Nachrichten für Kaufwillige in Weltgegenden, die bislang auf normalen Kaufwegen kein Exemplar von Band 1 kaufen konnten. Am 5. April 2023 ist eine inhaltsidentische Paperbackausgabe mit Klebebindung erschienen, in einem etwas kleineren Blattformat (BRD: 19 x 27 cm) für 69,99 € (ISBN: 9783757832100). Das hatte ich am 2. April 2023 angekündigt. Selbstverständlich werden Kaufinteressenten diese Paperbackausgabe auch in den Weltgegenden erwerben können, in denen auch die Hardcoverausgabe mit Fadenbindung erhältlich ist. Diese Kaufinteressenten werden die Qual der Wahl haben: Hardcover für 99,99 € oder Paperback für 69,99 €. In anderen Weltgegenden wird es nur die Paperbackausgabe geben. Die Geschäftspartner von ›Books on Demand‹ in diesen Weltgegenden stellen keine Hardcover-Bücher her. Ungefähr Folgendes wird der Fall zu sein: In der EU wird man die Qual der Wahl haben, außerhalb der EU gibt es häufig nur die Paperbackausgabe.

14.12.2022; 10:54 Uhr // Seit gestern kann Band 1 im Online-Buchshop der Firma BoD bestellt werden. Sie finden den Buchshop unter folgender Adresse. Durch Anklicken erreichen Sie das Ziel direkt: https://www.bod.de/buchshop/ Wenn Sie im Suchfeld des Buchshops meinen Nachnamen eingeben, werden Sie zu meinem Buch geleitet. Alternativ können Sie auf folgende Adresse klicken, um das Ziel direkt zu erreichen:

https://www.bod.de/buchshop/der-akademische-nationalsozialismus-miriam-wildenauer-9783753438740

BoD teilt mit, das Buch sei sofort verfügbar und man könne es portofrei erwerben, was bei über 2 kg Buchgewicht eine relevante Zusatzinformation ist, meine ich.

Seit heute, den 14.12.2022, kann man das Buch auch über andere Online-Buchhändler bestellen. Ich habe es bei Amazon und bei Hugendubel gesehen.

Bei Google Books findet man zusätzlich bereits eine sehr großzügige Leseprobe.

Meine Vorgaben zum Buchblock sind optimal von BoD umgesetzt worden: Es gibt einen Rand, der groß genug für eigenen Notizen ist. Die verschiedenen Textebenen — meine Äußerungen vs. Zitiertes im Haupttext unterschieden von meinen Äußerungen vs. Zitiertes im Fußnotenbereich — sind optisch sehr gut voneinander unterscheidbar. Die Buchstabengrößen sind so groß, dass man in normalen Leseabstand den Text noch gut lesen kann. Das war nicht selbstverständlich. Eigentlich liegt aus technischen Produktionsgründen das Seitenmaximum nämlich bei 700 Seiten. Das Buch ist nun 712 Seiten lang … Bei der Durchsicht des Ansichtsexemplars sind mir noch einige wenige Formfehler aufgefallen. Keiner dieser Fehler ist sinnentstellend. So ist z.B. im Vorwort ein Zeichen in einem Wort sichtbar, dass wenn überhaupt unsichtbar sein sollte. Es bewirkt so Silbentrennungen an Zeilenenden. Der Aufwand, ein so umfangreiches Buch frei auch von solchen Fehlern zu machen, wäre sehr groß. Ich kenne kein Buch, das frei von solchen Fehlern ist.

Meine Vorstellungen zum Buchumschlag sind ebenfalls optimal von BoD umgesetzt worden. Auf der Rückseite gibt es übrigens noch eine Überraschung. Der Einband fasst sich zudem gut an und ist so stabil, dass er locker ein paar Jahrzehnte bei normaler Nutzung überdauern wird.

Das Korrektorat war aufwändig, da deutschsprachige Texte aus über zwei Jahrhunderten mit unterschiedlichen Rechtschreibnormen auf Richtigkeit überprüft werden mussten. Mit der Rechtschreibreform von 1996 habe ich mich selbst kaum befasst.

Also: Ich danke BoD sehr für die gelungene Zusammenarbeit!

13.12.2022 // Es ist soweit! Heute hat die Firma ›Books on Demand GmbH‹ mein erstes Buch ›Der akademische Nationalsozialismus. Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie. Band 1: Kapitel 1 bis 5veröffentlicht. Es ist 712 Din A4 Seiten lang, hat ein festen Buchumschlag und eine Fadenbindung. Die ISBN lautet: 9 783753 438740. Es kostet 99,99 € bzw. 135 CHF.

Nach Mitteilung von BoD dauert es in der Regel 3–4 Tage bis die Meldung des Buchherstellers ›x ist veröffentlicht‹ von den Buchhändlern verarbeitet sei. Ab diesem Zeitpunkt sei mein Buch im stationären Buchhandel und im Online-Buchhandel bestellbar. Das könnte demnach bereits am Freitag, den 16. Dezember 2022 der Fall sein. Andernfalls sollte das Buch ab Montag, den 19. Dezember 2022 bestellt werden können.

Ich teile hier mit, wenn das Buch bestellt werden kann.

Ich sehe gerade (17:57 Uhr, am 13.12.2022), dass es im Online-Buchshop der Firma BoD bereits bestellt werden kann. Sie finden den Buchshop unter folgender Adresse, die Sie nur anklicken müssen, um das Ziel zu erreichen:

https://www.bod.de/buchshop/

Wenn Sie im Suchfeld meinen Nachnamen eingeben, finden Sie das Buch direkt. Alternativ können Sie auf folgende Adresse klicken, um das Ziel zu erreichen:

https://www.bod.de/buchshop/der-akademische-nationalsozialismus-miriam-wildenauer-9783753438740

Es sei sofort verfügbar und man könne es portofrei erwerben, was bei über 2 kg Buchgewicht eine relevante Zusatzinformation ist, meine ich.

12.12.2022 // Das erste Buch ›Der akademische Nationalsozialismus. Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie. Band 1: Kapitel 1 bis 5‹ kann sicher noch vor Weihnachten 2022, frühestens zum Ende der 50. Kalenderwoche des Jahres 2022 im stationären Buchhandel und im Online-Buchhandel bestellt werden. Das Buch ist 712 Din A4 Seiten lang, hat ein festen Buchumschlag und eine Fadenbindung. Es wiegt über 2 kg. Die ISBN lautet: 9 783753 438740. Es kostet 99,99 € bzw. 135 CHF. 

November 2021 // Die Alpha-Version ist inzwischen auf drei Bänden angewachsen. Zahlreiche neue Quellen sind hinzugekommen. Band 1 wird erst im Jahr 2022 als selbstständiges gedrucktes Buch über die mittelständische Firma ›Books on Demand‹ (BoD) (zur Firma BoD) aus Norderstedt, Deutschland erscheinen.

Die Firma ›Books on Demand‹ bietet seit sehr vielen Jahren alle erforderlichen Leistungen in der Buchherstellung und im Buchvertrieb zuverlässig an. BoD bietet aber auch nicht mehr Leistungen als nötig an. Insbesondere werden gedruckte Bücher nach Bedarf und nicht auf Vorrat produziert. Das schont Ressourcen!

Am besten für die Umwelt, die mittelständische Firma BoD und für mich kauft man die Bücher über den eigenen Online-Buchschop der Firma Books on Demand (zum Buchshop von Bod). Selbstverständlich können die Bücher aber auch auf den anderen gängigen Wegen gekauft werden.

Ich teile hier mit, wenn Band 1 erschienen ist.

März 2021 // Inzwischen habe ich mich entschieden, keine weiteren Beta-Versionen von ›Der akademische Nationalsozialismus. Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie‹ mehr online zugänglich zu machen. Stattdessen wird es die Alpha-Version der Betaversion als gedrucktes Buch (in zwei Bänden) noch im Jahr 2021 geben. Der Umfang hat sich von der letzten Beta-Version 1.0.1.3. vom 11.5.2019 zur Alpha-Version (2021) mehr als verdoppelt. Zahlreiche neue Quellen werden in der gedruckten Alpha-Version berücksichtigt. Sobald es konkretere Informationen zum gedruckten Buch gibt, teile ich sie hier mit. Insbesondere teile ich natürlich mit, ab wann man es wie kaufen kann.

[Kommentar 17.1.2024: Mein Gebrauch des Ausdrucks ›Alphaversion‹ wich von dem Standardgebrauch der Softwarentwickler leider ab. Für Softwareentwickler ist eine Alphaversion noch nicht fertig, noch nicht verkaufsfähig. Ich orientierte mich am griechischen Alphabet: Eine Alphaversion ist fertig, (nahezu) fehlerfrei und deswegen verkaufswürdig. Eine Betaversion ist eine Komplettversion einer geplanten Alphaversion mit vielen kleinen Fehlern. So die Bedeutungen meiner Wortgebräuche.].

11.05.2019 // Im Abschnitt 3.2.4. habe ich eine falsche Blattnummerierung der Abbildung 5 korrigiert: Es ist der Briefkopf von Blatt 126, nicht von Blatt 106 der Akte Emges abgebildet.

Ferner habe ich in der Fußnote 156 ausführlich die Kritik von Matthes Ziegler vom August 1934 an Hans Naumanns ›Volkskunde‹ zitiert. Ziegler war 1934 ein enger Mitarbeiter Alfred Rosenbergs. Es ist möglich, dass die Kritikgründe Zieglers an Naumann erklären, weshalb Naumanns Name auf der Mitgliederliste des Ausschusses für Rechtsphilosophie der Jahre 1941–1943 nicht aufgeführt ist.

Auch habe ich nun an allen Stellen die Information beseitigt, dass die konstituierende Sitzung des Ausschusses für Rechtsphilosophie am 3. und am 4. Mai 1934 statffand. Tatsächlich fand sie nur am 3. Mai 1934 statt. Die neue Versionsnummer lautet: 1.0.1.3.

1.05.2019 // In Abschnitt 2.9.1. habe ich meine Darstellung verbessert. Es wird nun an allen Stellen deutlich, dass der Text über Erik Wolf und Martin Heidegger, in dem auf S. 332 f. auf den Ausschuss für Rechtsphilosophie Bezug genommen wird, nicht von Alfred Denker und Holger Zaborowski  verfasst worden ist, sondern von Alexander Hollerbach. Die neue Versionsnummer lautet: 1.0.1.2.

22.04.2019 // Erste inhaltliche Korrektur: Ich hatte behauptet, dass Arthur von Syß-Inquart 1934 MItglied der AfDR gewesen sei. Er ist aber erst 1938 Mitglied der AfDR geworden (siehe den sechsten Absatz nach der Überschrift 1.2.). Wegen dieser sachlich relevanten Korrektur habe ich die dritte Stelle der Beta-Versionsnummer angepasst. Wegen diversen kleinen Änderungen in meiner Darstellung habe ich zusätzlich die vierte Stelle der Beta-versionsnummer angepasst. Die aktuelle Nummer lautet deswegen 1.0.1.1. Diese Version habe ich in der Wayback Machine gesichert.

11.04.2019 // Erste Sicherung des ersten Teils Grundlegendes über den Ausschuss für Rechtsphilosophie meines vierteiligen Werkes Der akademische Nationalsozialismus in der Wayback Machinehttps://archive.org/web/.

7.03.2019 // Launch von  www.entnazifiziert.com

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